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Ostwennemarstraße: neue Oberfläche zum „Schnäppchenpreis“

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Von: Torsten Haarmann

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Schlaglöcher auf der Ostwennemarstraße
Risse und Abplatzungen zeichnen die Fahrbahn der nördlichen Ostwennemarstraße: Die Oberfläche der Straße zeigt deutlich Spuren der so genannten Ausmagerung. Damit sich die Schäden nicht in tiefere Schichten fortsetzen, lässt die Verwaltung die Deckschicht erneuern. © © Andreas Rother

Für Autofahrer erweckt der Zustand der nördlichen Ostwennemarstraße weniger den Eindruck eines „Akutfalls“. Damit der Abschnitt zwischen Alter Uentroper Weg und Lippestraße erst gar nicht in die höhere Schadenkategorie aufsteigt, lässt die Stadt Hamm die Deckschicht ab Montag erneuern.

Hamm – Es sieht so aus, dass sie diese im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation zum Schnäppchenpreis erhält. Die Ostwennemarstraße gehört zu mehreren Straßen in der Stadt, die wegen so genannter Ausmagerungen saniert werden. Die Mängel an der Fahrbahnoberfläche zeigen sich durch Rissbildungen und Abplatzungen, reichen also noch nicht in tiefere Schichten des Fahrbahnaufbaus. Zur Beseitigung dieser Schäden ist laut Stadtverwaltung die Erneuerung der Fahrbahndeckschicht erforderlich.

Gemäß Planung, sollen die Arbeiten auf dem rund 850 Meter langen nördlichen Abschnitt der Ostwennemarstraße am Montag, 21. November, beginnen. Die Straße wird dazu in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung führt über Alter Uentroper Weg, St.-Georgs-Platz und Lippestraße. Auf der Lippestraße wird die Linksabbiegespur in die Ostwennemarstraße aufgehoben, die durchgehenden Fahrspuren werden verschwenkt.

Viel Verkehr von und nach Werries

Die Ostwennemarstraße ist eine zeitweise stark frequentierte Verbindung von und nach Werries und zum Nahversorgungszentrum Maxicenter, wie auch in Richtung Autobahn. Autofahrer sollten sich während der Arbeiten entsprechend auf Umwege einstellen. Lange soll die Sperrung aber nicht andauern. Bereits am Freitag, 25. November, seien die Arbeiten „voraussichtlich“ abgeschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Mit rund 116 000 Euro für eine neue Deckschicht auf dem Abschnitt schlägt die Maßnahme deutlich günstiger zu Buche als zunächst angenommen. Die Ostwennemarstraße gehört zu einem rund 2,4 Millionen Euro teuren Gesamtpaket von Straßen, Geh- und Radwegen, das der Hauptausschuss im Juni vergangenen Jahres beschlossen hat. Mit 490 000 Euro zählt die Ostwennemarstraße zu den teuersten Einzelmaßnahmen unter 14 Straßen, die eine neue Fahrbahndeckschicht erhalten sollen. Im Vergleich zu den ursprünglich angesetzten Kosten soll die Maßnahme nun rund 76 Prozent günstiger werden beziehungsweise die Stadt spart 374 000 Euro. Das ist nicht nur in diesen Zeiten, in denen Kosten eher rasant steigen, ungewöhnlich viel.

Kosten von „nur“ 116 000 Euro

Jetzt sind also nur 116 000 Euro angesetzt. „Die Ausschreibung hatte damit ein erfreulich niedriges Ergebnis“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster die Differenz. Dafür nennt er weitere Gründe. „Die Arbeiten sind auch etwas weniger umfangreich als erwartet.“ Zum Beispiel fallen die Entsorgungskosten „deutlich niedriger“ aus als angenommen. Außerdem seien die Kosten zunächst „sehr hoch“ angesetzt worden, aus „heutiger Sicht zu hoch“. Die Verwaltung war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass „das damals höhere Preisniveau sich weiter nach oben entwickelt“, sagt der Stadtsprecher. Das verkehre sich aber aktuell bei Asphaltarbeiten ins Gegenteil.

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