Im Osten "brennt's": Eine Feuerwehr für drei Orte?  

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Auch die Feuerwache im Dorf Uentrop ist veraltet und soll einen neuen Standort bekommen.

Uentrop/Dolberg - So heftig die Diskussionen um eine neue Feuerwache im Uentroper Dorf teils auch geführt wurden, der neue Vorschlag der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Ahlen hat in der Öffentlichkeit eine erste positive Reaktion ausgelöst. Die FDP unterstützt die Idee, neben den beiden Einheiten Haaren und Uentrop auch die Dolberger Gruppe an einem neuen, gemeinsamen Standort verschmelzen zu lassen. Ist das rechtlich überhaupt möglich?

Die Feuerwehr ist eine kommunale Angelegenheit. Was die FWG aus der Hammer Nachbarstadt vorschlägt, wäre aber eine interkommunale Einrichtung zwischen Ahlen und Hamm. So wie es aussieht, ist eine Zusammenarbeit aber nicht ausgeschlossen. „Rechtlich wäre das möglich“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage. Voraussetzung wäre aber unter anderem, dass sowohl der Standort geeignet ist und auch von den Brandschützern angenommen wird. 

In Dolberg besteht laut FWG das Problem, dass im Einsatzfall vor allem tagsüber nicht genügend Freiwillige zur Verfügung stehen. Zusammen mit den Kräften der Löschgruppe Haaren und des Löschzugs Uentrop könnte eine mögliche Personalnot verhindert werden. Wie in Uentrop auch, ist in Dolberg das Feuerwehrgerätehaus in die Jahre gekommen und zu klein. Die FWG stellt sich zudem vor, dass so eine interkommunale Feuerwache als Modellvorhaben vom Land gefördert werden könnte.

Auslöser für die Idee aus Dolberg war der SPD-Vorschlag, eine neue Feuerwache für Uentrop und Haaren im Giesendahl zu bauen. Der Standort würde etwas mehr als drei Kilometer von Dolberg entfernt liegen. Die FWG spricht allerdings nur von zwei Kilometern – bis Haaren. Wo also ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus für alle günstig liegen könnte, hat noch keiner geprüft. 

Die Hammer Stadtverwaltung hat indes nur durch den Westfälischen Anzeiger von dem FWG-Vorschlag erfahren. „Würden wir eine Anfrage von der Stadt Ahlen bekommen, würden wir sie auch prüfen“, sagt der Hammer Stadtsprecher. Jedoch stelle sich bislang für die Stadtverwaltung nicht die Frage, ob die Löscheinheiten mit Dolberg zusammengelegt werden könnten? „Wir sehen auch nicht, dass die Stadt Ahlen den Vorschlag verfolgt“, erklärt Herberg. „Im Moment sehen unsere Aktivitäten anders aus.“ 

Im Rahmen einer Neuauflage des Brandschutzbedarfsplans werden derzeit alle Hammer Feuerwehr-Standorte überprüft, darunter auch der im Uentroper Dorf und der Haarener. Davon unabhängig hat die SPD bei ihrer Bürgerversammlung am vergangenen Sonntag mehrere, weitere Vorschläge für mögliche Feuerwehrstandorte im Gewerbegebiet gesammelt, die auf ihre Eignung überprüft werden sollen.

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