Wieder 13 Jahre bis zum Abitur

Stein-Gymnasium: Ohne Diskussion zurück zu G9

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Werries - Offenbar nur eine Formalie, aber die sorgt dafür, dass die Gymnasiasten am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium künftig wieder ein Jahr länger die Schulbank bis zum Abitur drücken. Keiner habe einen Antrag gestellt für G8, sagt Schulleiter Thomas Kasselmann nach der entscheidenden Schulkonferenz am Mittwochabend.

Das war für ihn „nicht verwunderlich“, und zwar nicht nur, weil landesweit eine Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) vorgesehen ist, sondern auch, weil es am Stein keine Diskussionen für die nur per Antrag mögliche Beibehaltung von G8 gegeben habe. G9 gilt dann nicht nur für die neuen Eingangsklassen des Schuljahrs 2019/20, sondern auch für die derzeitige Jahrgangsstufe 5. Sofern nicht schon geschehen, haben sich auch die weiteren Gymnasien der Stadt schon entschieden.

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Ab dem Schuljahr 2006/07 galt am Stein-Gymnasium G8. Die Rückkehr zum Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren bedeute aber nicht, „dass wir wie vor G8 weitermachen“, sagt Kasselmann. „Dafür hat sich zu viel verändert, im positiven Sinne. Wir haben die Chance, G9 neu denken.“ Dabei denkt er etwa an die Art der Kooperationen. 17 Partner hat das Stein. „Es ist sinnvoll, sie fortzusetzen. Ein kompletter Umbruch wird die G9 nicht sein.“

Langfristig am Schulentwicklungsplan orientieren

Das gilt auch für die Gebäudenutzung, auch wenn künftig ein Jahrgang wieder dazukommt. „Kurzfristig wird es keine Veränderungen geben“, erklärt er. „Langfristig müssen wir uns an den Zahlen des Schulentwicklungsplans orientieren.“ Er geht aber erst einmal nicht davon aus, dass Räume, die in den vergangenen Jahren „sinnvoll umgewidmet“ wurden, wieder anders genutzt werden müssen. Es geht etwa um den Lerncoaching- und den vierten Computerraum.

Langfristig mehr Lehrer

Der Lehrerbedarf werde kurzfristig sinken, weil weniger Unterricht pro Jahrgang anstehe, erklärt er. Langfristig werde der Bedarf wegen des zusätzlichen Jahrgangs aber wieder steigen.

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