Überraschung im Cinemaxx: Betriebsleiter Strauch ist weg

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"Zuhause" im Kino: Frank Strauch zeigte beim letzten großen Blutspende-"Event" pflichtgemäß mit Gesichtsmaske. Zu der Zeit war das Kino noch für den Normalbetrieb geschlossen. Nun hat er das Cinemaxx verlassen (oder verlassen müssen).

Im Hammer Cinemaxx hat die nächste einschneidende Veränderung stattgefunden. Sie betrifft eine vertraute Personalie.

Hamm - Frank Strauch ist nicht länger Betriebsleiter des Cinemaxx in der Hammer Stadtmitte. Die Pressestelle reagierte am Mittwoch auf eine Nachfrage zu entsprechenden Gerüchten mit diesen Worten: "Cinemaxx bestätigt, dass Frank Strauch, kommissarischer Theaterleiter des Cinemaxx Hamm, das Unternehmen verlassen hat." Weiter gehende Fragen nach den Gründen beziehungsweise Hintergründen wurden nicht beantwortet. Auf das Team habe diese Personalentscheidung "keine Auswirkungen", wird in einer schriftlichen Stellungnahme knapp ergänzt.

Ingrid Breul-Husar, Pressesprecherin des Cinemaxx mit Sitz in Hamburg, hatte zuvor telefonisch deutlich gemacht, dass Personalien grundsätzlich nicht weiter kommentiert würden. Strauch selbst war für eine Stellungnahme am Mittwoch nicht erreichbar.

Frank Strauch galt zu Cineplex-Zeiten als loyaler und zuverlässiger Stellvertreter des beliebten Betriebsleiters Carsten Dunke. Dieser verließ das Haus in Hamm, als die Cinemaxx-Gruppe Ende 2018 ihren verbürgten Anspruch auf den Betrieb unter eigener Fahne erhob. Strauch blieb auch unter der neuen Betriebsleiterin Eliza Schilling zunächst Vize - bis ihm nach Schillings Komplett-Rückzug Anfang 2020 die kommissarische Leitung zugesprochen wurde. Strauch, tief in der Stadt verwurzelt und mit den Befindlichkeiten der Hammer Kinogänger bestens vertraut und für diese oft sichtbar, wurde endgültig zum Gesicht des Cinemaxx.

Frank Strauch ist seit vielen Jahren tief in der Hammer Kinolandschaft verwurzelt.

Cinemaxx-Posten war "kommissarisch"

Dass Strauch die Leitung zunächst "nur" kommissarisch übernahm, begründete Cinemaxx-Sprecherin Breul-Husar damals so: „Es handelt sich bei dem Posten als Theaterleiter um eine zentrale Führungsposition, und diese wird im Falle von interner Besetzung in den ersten sechs Monaten kommissarisch vergeben.“ Nach Dunke und Schilling ist jetzt also auch Strauch weg. Dieser Vorgang kurz nach dem schwierigen Corona-Restart fällt nun genau in die genannte 6-Monats-Frist; die Gründe bleiben jedoch ebenso offen wie die Antwort auf die Fragen, von wem dieser Schlussstrich gezogen wurde und wer ihm nachfolgen wird.

Dreamteam zu Cineplex-Zeiten: (von links) Frank Strauch, Hubert Nieuwdorp und Carsten Dunke.

Anfang März hatte die Cinemaxx-Gruppe für das Haus in Hamm überraschend und sogar ohne Befristung die Ticketpreise gesenkt.

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