Überraschende Zahlen aus Hamm

Gesamtschulen haben noch freie Plätze für neue Fünftklässler

Vor einer Grundschule steht ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht Schule“.
+
Hat die Nachfrage ein dauerhaftes Ende gefunden? Erstmals seit Jahren sind die Anmeldungen für die Hammer Gesamtschulen deutlich zurückgegangen. (Symbolbild)

An den Gesamtschulen der Stadt Hamm sind zum kommenden Schuljahr deutlich weniger Kinder angemeldet worden als in den Vorjahren. Auch die Zahl der Ablehnungen sank; zum ersten Mal seit Jahren sind sogar noch Plätze zu vergeben.

Hamm – 396 Viertklässler wurden für das Schuljahr 2021/22 an Hammer Gesamtschulen angemeldet. Das sind 94 weniger als im Vorjahr. Die größte Nachfrage herrschte an der Sophie-Scholl-Schule mit 175 Anmeldungen (minus 27). 131 Mal war die Friedensschule gefragt (minus 44) und 90 Mal die Arnold-Freymuth-Schule (minus 23). Die Sophie-Scholl-Schule muss nun 15 Schüler ablehnen; im Vorjahr waren es noch 44 gewesen. Friedens- und Arnold-Freymuth-Schule haben dagegen noch Kapazitäten, sie könnten 25 beziehungsweise 15 Schüler aufnehmen.

Sophie-Scholl-Schulleiterin Bärbel Gröpper-Berger führte den Rückgang auf die Corona-Pandemie zurück. Einen Tag der offenen Tür für künftige Schüler und ihre Eltern habe man nicht anbieten, sondern sich nur digital vorstellen können. Das sei aber doch etwas anderes, als die Kinder selbst im Hause zu haben und die Angebote der Schule vor Ort vorstellen zu können. Auch der Wintereinbruch während der Anmeldephase könne eine Rolle gespielt haben.

Gesamtschulen in Hamm: Rückläufige Schülerzahlen schuld?

Ein weiterer Grund könnte in insgesamt rückläufigen Schülerzahlen liegen. 1593 Hammer Kinder besuchen aktuell nach Stadtangaben ein viertes Schuljahr; im vergangenen Jahr waren es noch 84 mehr gewesen. Wie sich dieser Rückgang auf die anderen Schulformen auswirkt, wird allerdings erst feststehen, wenn die Anmeldungsphase dort abgeschlossen ist. Für die Anmeldung an Gymnasien, Haupt- und Realschulen haben Eltern noch bis zum 9. März Zeit. Die Gesamtschulen waren aufgrund der großen Nachfrage und der damit verbundenen Ablehnungen zeitlich vorgezogen worden.

Bei der Stadt gebe es keinen Erklärungsansatz für den deutlichen Rückgang der Anmeldungen gegenüber dem Vorjahr, sagte ein Sprecher. Man werde die Anmeldezahlen nach Abschluss der gesamten Anmeldephase anschauen. Ob Lockdown und Wintereinbruch eine Rolle gespielt haben, lasse sich noch nicht abschätzen. Vereinzelt würden nach wie vor Anmeldetermine an der Friedens- und Arnold-Freymuth-Schule wahrgenommen. Beschwerden von Eltern über das Anmeldeverfahren habe es nicht gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare