Wohnen statt Handel und Co.

Überraschung: Beim B-Tween wird (nun doch) vieles ganz anders!

Hamm Ritterpassage
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Mit Spielmöglichkeit auf dem Dach des Erdgeschosses: Der Investor, der die Ritterpassage gekauft hat, stellte neue Pläne für die Nachfolge der Ritterpassage vor.

Direkt neben dem Allee-Center soll das „B-Tween“ das neue Glanzstück der Innenstadt von Hamm werden. Lange war es still um das Projekt. Jetzt hat der Investor die Pläne unverhofft grundlegend überarbeitet.

Hamm - Als großer städtebaulicher Entwurf wurden die Pläne für das B-Tween bewertet, das anstelle der Ritterpassage errichtet werden sollte. Doch nun hat der Investor die Pläne grundlegend überarbeitet: Statt um Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie und Hotellerie soll es in erster Linie um das Thema Wohnen gehen. 125 Wohnungen in Größen zwischen 40 und 110 Quadratmeter sollen entstehen.

Investor Axel Funke, Vorstandsvorsitzender der Fokus Development AG, stellte dem Stadtentwicklungsausschuss die neuen Pläne vor. Er begründete die Neuorientierung mit Wohnen statt Einzelhandel unter anderem mit der Corona-Krise. Den Einzelhandel wie vor der Krise werde es künftig nicht mehr geben. Es müsse andere Wege geben, Menschen in die Innenstädte zu locken – etwa durch das Wohnen.

An Lage und Struktur hat sich das neue „B-Tween“ indes nicht verändert. Um die Achse zwischen Allee-Center und der Innenstadt aufzuwerten, soll die alte Rödinghauserstraße wieder gebaut werden. Dort, wo jetzt durch die Ritterpassage flaniert werden kann, soll wieder eine Straße entstehen, die einen „urbanen und speziellen Charakter haben wird“, sagte Funke. Die Straße zwischen Ritterstraße und Westenwall soll in einer besonderen Art und Weise überdacht werden und die beiden Gebäudeteile voneinander trennen. Diese Straße soll zudem die Besucher „mit offenen Armen in die Innenstadt führen“. Parallel arbeitet die Stadt an einem Konzept für den Bereich zwischen Westenwall und Martin-Luther-Platz.

Neues vom B-Tween: Ritterpassage bleibt in Teilen erhalten

Der östliche Baukörper der Ritterpassage wird – wie von Anfang an geplant – erhalten bleiben. In diesem Bereich sind einige Bestandsmieter der Immobilie inzwischen umgezogen. Der westliche Flügel der jetzigen Passage inklusive Glaskonstruktion über dem Durchgang werden abgerissen. Die Arbeiten sollen bald beginnen. Auf dem Gelände bis zur kleinen Ritterstraße und entlang des Westenwalls entsteht ein komplett neuer Gebäudekomplex, der im Erdgeschoss Platz für Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie bieten soll.

Welche Mieter kaufkräftige Kunden in die Passage locken sollen, ist unklar. „Wir werden uns Zeit lassen und entsprechende Mieter suchen“, sagte Funke. Es sei keine Eile geboten, da sich kein Einzelhändler in der Krise länger an einen Mietvertrag binden wolle. Über dem Erdgeschoss werden drei Etagen errichtet, die Platz für 125 Wohnungen bieten.

Auf dem Dach des Erdgeschosses soll ein Innenhof mit Bäumen und Begrünung entstehen. „Wir schaffen hier Aufenthaltsqualität für die Mieter – auch mit Spielmöglichkeiten für Kinder“, sagte Funke. Wie die Fassade aussehen wird, dazu machte Funke keine Angaben. Angedacht sei ein Klinkerbau mit Auflockerungen. In den kommenden drei Monaten soll der Bauantrag gestellt werden. Dann sollen – wahrscheinlich im September – die Pläne konkretisiert und visualisiert vorgestellt werden.

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