SPD-Ideen für Gartenstadt Dasbeck

„Ohne Abriss keine Entwicklung“: Überplanung des Freibadgeländes

Dieser Wohnblock soll weg: Erzina Brennecke (links) und Monika Simshäuser fordern, dass die SEG ihn erwirbt und abreißt. Eine niedrigere Bebauung und mehr Grün sollen hier entstehen.
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Dieser Wohnblock soll weg: Erzina Brennecke (links) und Monika Simshäuser fordern, dass die SEG ihn erwirbt und abreißt. Eine niedrigere Bebauung und mehr Grün sollen hier entstehen.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) soll den viergeschossigen Wohnblock mit 38 Einheiten am Irisweg 3 bis 9 erwerben und abreißen, so, wie es auch an der Heessener Straße geschehen ist.

Heessen – Stattdessen soll es mehr Grünfläche und eine kleinere Bebauung mit öffentlich gefördertem Wohnraum geben. Das ist einer der Schwerpunkte, die die SPD Heessen für die Entwicklung der Gartenstadt Dasbeck setzt.

Als Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke und die SPD-Kandidatin für diesen Wahlkreis, Monika Simshäuser, diese Idee vor Ort vorstellten, gesellten sich spontan Nachbarn dazu. „Sehr schön, dass Sie sich darum kümmern. Dann wissen wir, dass wir nicht vergessen sind“, dankten sie. Und sie zeigten sich sehr interessiert daran, was mit dem Gebäude geschehen soll.

Denn seit Jahren gibt es dort Ärger. Aktuell sei es fast jeden Abend sehr laut, und am Wochenende seien die Feiern noch schlimmer, berichtete eine Nachbarin. Das jüngste Gerücht besage, alle Mieter müssten ausziehen und das Gebäude werde durchrenoviert.

Keine Entwicklung ohne Abriss

„Dazu können wir nichts sagen“, antwortete Brennecke. Für die Politik gebe es kaum Ansprechpartner. Und es sei schon alles rechtlich Mögliche versucht worden, um die Zustände in diesem Gebäude zu ändern. „Ohne Abriss gibt es keine Entwicklung“, sagte sie. „Matratzenvermietung passt nicht in dieses Wohnumfeld.“

Seit Jahren finde ein regelmäßiger Wechsel statt. Unter anderem seien Arbeiter der Firma Westfleisch untergebracht. Es gebe nur noch vereinzelt langjährige Mieter. Dass eine „Heuschrecke“ dieses Gebäude erworben habe, sei eine klassische Fehlentwicklung, ergänzte Simshäuser.

Steigerung der Wohnqualität

Mit mehr Grün unter anderem an dieser Stelle solle das Versprechen eingelöst werden, das mit dem Begriff Gartenstadt Dasbeck am Anfang ihrer Planung gegeben worden sei: leben und wohnen im Grünen, so Simshäuser. Wenn man eine Stärkung des Quartiers haben wolle, brauche man eine Steigerung der Wohnqualität. Dazu gehöre auch die Pflege der städtischen Grünflächen.

Insbesondere rund um den Dasbecker Markt seien die öffentlichen Flächen und Gehwege in einem sehr schlechten Zustand, beklagt sie. Auch Corona habe den Menschen noch einmal gezeigt, welchen Wert ein gutes Umfeld besitze, so Simshäuser.

Vom Freibad zum Bürgerpark

Ein weiterer Schwerpunkt sei daher die Entwicklung des ehemaligen Freibadgeländes zu einem Bürgerpark für alle. Sie berichtet, dass die Stadt jetzt den Kappenbusch komplett besitze, nachdem sie den bislang privaten Teil erworben habe. Damit ergebe sich die Möglichkeit, bei der Überplanung des Freibadgeländes gleichzeitig dieses Waldstück mit einzubeziehen.

Im aktuellen Haushalt seien dafür bereits 50 000 Euro eingeplant gewesen, und es habe eine rege Bürgerbeteiligung mit sehr vielen guten Vorschlägen gegeben. In der nächsten Wahlperiode gelte es, das Vorhaben umzusetzen. Dabei müssten Bürger, Vereine aber auch diejenigen eng mit eingebunden werden, die Bedenken hätten, so Simshäuser.

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