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Übergriffe auf Kinder: 59-jähriger Hammer muss ins Gefängnis

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Von: Frank Lahme

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Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 500 Euro eingestellt.
Revision zurückgewiesen: Ein 59-jähriger Hammer scheiterte vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. © dpa

Schlussstrich unter einen quälend langen Missbrauchsprozess: Ein 59-jähriger Mann aus Hamm muss wegen sexueller Übergriffe auf Jugendliche ins Gefängnis.

Hamm – Der 59-jähriger Hammer, der im April 2021 wegen sexueller Übergriffe auf Jugendliche zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden war, ist mit einer Revision vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Das bestätigte eine Sprecherin des Karlsruher Gerichts auf WA-Anfrage. Die Revision sei offensichtlich unbegründet gewesen. Das Urteil des Landgerichts Dortmund aus dem Vorjahr sei damit nun rechtskräftig geworden.

Die Revision wurde am 16. August zurückgewiesen. Der bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getretene 59-Jährige hatte sich in den Jahren 2018 und 2019 nach Überzeugung des Landgerichts an zwei damals 13 und 14 Jahre alten Teenagern vergangen. Nach rund einjährigem Prozess, den Beobachter als quälend lang empfanden, wurde er zu der Freiheitsstrafe verurteilt.

Richter versäumt Unterschrift

Anschließend unterlief dem Gericht eine Panne, denn das Hauptverhandlungsprotokoll wurde nicht vom Vorsitzenden Richter unterzeichnet. So lagen die Prozessunterlagen weitere neuneinhalb Monate quasi unberührt im Dortmunder Gericht. Der WA berichtete im Februar 2022 über diese Panne.

Am 19. April wurde die Revisionsschrift schließlich dem obersten Gericht in Karlsruhe überstellt. Am 31. August traf die BGH-Entscheidung bei der Staatsanwaltschaft ein. Das Landgericht muss nun eine Rechtskraftbescheinigung ausstellen. Danach kann die Strafhaft für den 59-Jährigen angeordnet werden.

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