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62 neue Leute für den Rettungsdienst der Feuerwehr

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Von: Jörn Funke

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Zum 1. Januar wechselten 48 Falck-Mitarbeiter zur Feuerwehr. © Mroß

Hamm - Die Übernahme des gesamten Rettungsdienstes durch die Feuerwehr ist nach Angaben der Stadt reibungslos verlaufen. 62 neue Mitarbeiter stehen jetzt in Diensten der Feuerwehr, 48 davon kommen vom dänischen Falck-Konzern, der mit dem Jahreswechsel aus dem Hammer Rettungsdienst ausschied.

Arbeitslos ist nach Falck-Angaben keiner der früheren Mitarbeiter geworden. Seit 1990 war ein Teil des Rettungsdienstes in Hamm privatisiert: Erst fuhr die Herringer Firma Herzig, nach deren Übernahme 2011 dann Falck, eine weltweit tätige Unternehmensgruppe, die Rettungsdienste und Feuerwehren betreibt. Von Hamm aus expandierte Falck in Deutschland zum größten privaten Rettungsdienstunternehmen. 

Stadt wollte Vertrag nicht neu abschließen

Der Vertrag zwischen Falck und Stadt lief mit dem 31. Dezember 2016 aus, neu abschließen wollte man im Rathaus nicht. Hintergrund waren vergaberechtliche Bedenken: Die Stadt befürchtete bei einer dann notwendigen europaweiten Ausschreibung steigende Kosten. 

Falck zieht sich nun vollständig aus Hamm zurück. Das Unternehmen hatte hier nach eigenen Angaben rund 80 Mitarbeiter. Arbeitslos geworden sei nach seiner Kenntnis niemand, sagte ein Sprecher. 

Etwa zehn Mitarbeiter seien nun an anderen Falck-Standorten tätig, alle weiteren seien von der Feuerwehr oder dem Malteser-Fahrdienst übernommen worden. Letzterer führt seit gestern Krankenfahrten außerhalb des Rettungsdienstes in Hamm durch; Leiter ist der ehemalige Unternehmer Dieter Herzig. 

Feuerwehr hat Personal aufgestockt

Die Feuerwehr hat ihr Personal mit dem 1. Januar ordentlich aufgestockt. Tarifbeschäftigte im Einsatzdienst habe es zuvor nur in Einzelfällen gegeben, sagte Sachgebietsleiter Friedrich Wenning. Beispielsweise als Elternzeitvertretung. 

Jetzt sei zur Übernahme des Rettungsdienstes noch die gesetzlich verlangte Umstellung auf eine 48-Stunden-Woche bei der Berufsfeuerwehr gekommen. Der so entstandene Personalbedarf werde ebenfalls durch Tarifbeschäftigte im Rettungsdienst gedeckt. Die Zahl der Berufsfeuerwehrleute sei mit 114 konstant.

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