Landesinitiative

Über eine halbe Million: Förderung für Innenstadt-Sanierung - neuer Schwung für Kaufhof-Nachnutzung?

Alles dicht: der Kaufhof wartet auf seine Nachnutzung.
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Alles dicht: der Kaufhof wartet auf seine Nachnutzung.

Die Stadt Hamm erhält rund 563.000 Euro aus dem Innenstadt-Sofortprogramm des Landesbauministeriums. Damit soll unter anderem die Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung des Kaufhof-Gebäudes finanziert werden.

Hamm/Düsseldorf – Insgesamt stellt das Land 40 Millionen Euro für Projekte in 129 Kommunen zur Verfügung. Aus dem Fördertopf sollten in Hamm verschiedene Projekte finanziert werden, sagte ein Stadtsprecher. Dazu zählten die Machbarkeitsstudie zu Entwicklungsperspektiven für das ehemalige Kaufhof-Gebäude, Leerstands-Management und Zwischennutzungen in der Innenstadt sowie Innenstadt-Management und Öffentlichkeitsarbeit des Innenstadtbüros. Konkrete Zahlen und Zeiträume für die einzelnen Projekte könne man noch nicht nennen, da hier noch Leistungen ausgeschrieben werden müssten.

30 Millionen Euro noch nicht vergeben

Das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ wurde am 9. Juli aufgelegt. Insgesamt 70 Millionen Euro stehen nach Angaben des Ministeriums bereit, um den Wandel im Handel aktiv zu begleiten. Weitere 30 Millionen Euro aus dem Förderprogramm sind noch nicht vergeben, die Frist für Förderanträge sei deshalb bis zum 30. April verlängert worden, teilte das Ministerium mit.

„Mit dem Sofortprogramm ermöglicht die Landesregierung den Städten und Gemeinden, rasch zu handeln, neue Wege zu gehen und Perspektiven zu entwickeln“, sagte Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU). Die Kommunen sollen durch das Landesprogramm in der Lage versetzt werden, den Corona-bedingten Folgen für die Innenstädte entgegenzuwirken. Der Schließung von Kaufhäusern und dem Leerstand von Ladenlokalen, Gaststätten und ganzen Immobilien soll mit neuen Instrumenten begegnet werden, die vom Land mit 90 Prozent gefördert werden.

Rund um den Kaufhof war zuletzt Ruhe eingekehrt, nachdem selbst am letzten Verkaufstag vor genau einem Monat die Türen bereits vorzeitig geschlossen blieben. Der Parkplatz des ehemaligen Handelsriesen kann derzeit nicht genutzt werden, weil die Schrankenanlage an der Stromversorgung des Gebäudes hängt.

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