Vodafone verlegt Glasfaser-Kabel

Tausende im Hammer Norden haben bald Turbo-Internet

Löcher bohren für das Breitbandnetz
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Löcher bohren für das Breitbandnetz: Vodafone verlegt am Bockumer Weg neue Kabel, um 4000 Kunden an schnelle Datenleitungen anschließen zu können.

Sein Breitbandnetz baut das Telekommunikationsunternehmen Vodafone derzeit im Hammer Norden aus. Rund 4000 Haushalte sollen bald einen richtig schnellen Anschluss ans weltweite Netz haben.

Hamm-Norden – Dazu werden auf etwa 1,1 Kilometer entlang des Bockumer Weges rund 1,5 Kilometer neue Glasfaser verlegt – zum Teil im Horizontalbohrverfahren, zum Teil auch im offenen Graben. „Die Kunden werden ans Gigabit-Netz angeschlossen. Die Kabel sind so dimensioniert, dass dort auch noch genügend Reserven auf der Datenautobahn für den nächsten Schritt sind“, verspricht Vodafone-Sprecher Volker Petendorf. „Der Sprung ist wie von einer einspurigen Landstraße zu einer vierspurigen Autobahn.“ Die Leitungen würden bis zur Hausverteilung gelegt.

Neben beruflichen Notwendigkeiten, zum Beispiel durch vermehrtes Homeoffice, sei vor allem im privaten Bereich der Bedarf nach schnellem Internet gestiegen. Und Corona habe dem ganzen noch einmal einen Schub gegeben. Aktuell wachse das Netz um 30 bis 40 Prozent pro Jahr.

Künftig werde für die rund 4000 Haushalte im Hammer Norden ein Download von 1000 Megabit pro Sekunde (= 1 Gigabit) möglich. Vorbereitet werde das Netz soweit, dass perspektivisch, also in etwa drei bis vier Jahren, der nächste Schritt zum DOCSIS 4.0-Standard erfolgen könne. Das bedeute bis zu 10 Gigabit pro Sekunde, so Petendorf. Die Inbetriebnahme kündigte er für Ende Juli dieses Jahres an.

Vodafone: Hamm beim Kabelnetz-Ausbau ganz vorn dabei

Vodafone investiere an dieser Stelle rund 200.000 Euro in das von Unitymedia erworbene Kabelnetz, um es zukunftsfähig zu machen. Hamm sei beim Ausbau des Netzes ganz vorne mit dabei, sagt Petendorf.

Die Vodafone-Maßnahme zum Breitbandausbau im Hammer Norden steht jedoch nicht in Zusammenhang mit dem geförderten Breitbandausbau von Stadt, Stadtwerken und Helinet: Dieser bezieht sich explizit auf Außengebiete, die wegen der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht von den Telekommunikationsunternehmen ausgebaut werden. Bei der Beseitigung dieser „weißen Flecken“ liegt Bockum-Hövel nach Auskunft der Stadt weit hinten, nämlich zusammen mit einigen Teilen Heessens erst im sechsten und damit letzten Ausbaugebiet.

1300 Hausanschlüsse bereits gelegt

Nach Auskunft der Stadt sind bis auf kleinere Restarbeiten die ersten drei der insgesamt sechs Ausbaugebiete abgeschlossen. Es sind rund 260 Kilometer Tiefbautrasse gebaut und rund 1300 Hausanschlüsse fertiggestellt worden. Für die Versorgung der Endkunden wurden bereits mehr als 600 Kilometer Leerrohre und 950 Kilometer Glasfaserkabel verbaut. Insgesamt werden im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus knapp 3500 private Haushalte, 275 Gewerbebetriebe und fast 20 öffentliche Institutionen berücksichtigt. Im vierten Ausbaugebiet werden in den Bereichen Braam-Ostwennemar, Westtünnen, Vöckinghausen und Norddinker zurzeit schon überwiegend Glasfaserkabel in die Rohre eingebracht und montiert und die Hausanschlüsse hergestellt. Die Stadt geht davon aus, dass im Juni auch hier die ersten Anschlüsse in Betrieb genommen werden können.

„Wir liegen mit dem Baufortschritt gut im Zeitplan und gehen zurzeit davon aus, dass der Ausbau der weißen Flecken fristgerecht zum Ende des Jahres fertiggestellt ist“, teilt Stadtsprecher Lukas Huster mit. Die Tiefbauarbeiten in der Fläche würden zurzeit vorrangig im fünften und damit vorletzten Ausbaugebiet durchgeführt. Das umfasse die Stadtbezirke Heessen und Uentrop.

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