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Türkischer Innenminister besucht Hamm

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Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, der türkische Innenminister Idris Naim Sahin und Ercan Bakir, Vorsitzender des Alevitischen Kulturvereins, war beim Fastenbrechen des Vereins. ▪

HAMM ▪ Der türkische Innenminister Idris Naim Sahin besuchte während seines Deutschlandaufenthaltes auch Hamm. Er folgte damit der Einladung des Alevitischen Kulturvereins. Nachdem der Minister sich ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, fuhr er zum Verein, um gemeinsam mit ihm das Fasten zu brechen.

Das Fasten findet in Gedenken an das Massaker in Kerbela statt, bei dem der Enkel des Propheten Mohammed, Imam Hüseyin, ermordet wurde. Der Verein hatte zum Fastenbrechen jedoch nicht nur Aleviten eingeladen, sondern Menschen aller Glaubensrichtungen. Neben Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und dem SPD-Landtagsabgeordneten Marc Herter war unter anderem auch der iranische Botschafter aus Berlin, Ali Reza Sheikh Attar, gekommen.

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„Für uns Aleviten ist Mensch gleich Mensch, das wollten wir durch die Einladungen demonstrieren“, so Dilek Eker, Jugendvorsitzende des Vereins, die den Abend organisiert hat. Naim Sahin beglückwünschte den Verein dazu, dass er die Türen allen Glaubensrichtungen geöffnet habe. Es kamen zudem auch enige Sunniten. „Das Zusammenleben zwischen uns gestaltet sich hier in Hamm harmonisch“, so Eker.

Hunsteger-Petermann sagte in seiner Ansprache, dass die Stadt und die Muslime weiterhin gemeinsam an dem Ziel arbeiten müssten, bessere Bildungs- und Arbeitschancen für die Kinder zu erzeugen. „Das ist unsere gemeinsame Stadt“, betonte er. Der Vorsitzende des Alevitischen Kulturvereins, Ercan Bakir, mahnte in einigen kritischen Anmerkungen die Gleichberechtigung der verschiedenen türkischen religiösen Strömungen in der Türkei an.

Das Fastenbrechen, zu dem insgesamt rund 400 Gäste kamen, wurde live vom türkischen Fernsehsender „Kanal Europa“ übertragen.

Als eine „nette Ges8te“ wertete der Oberbürgermeister den Besuch des türkischen Innenministers im Rathaus, denn dieser sei auf seiner Reise außergewöhnlich gewesen. ▪ gei/vor

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