Der Ball rollt

Trotz Lockdown: Auf den Bolz- und Sportplätzen sind immer wieder Hobbykicker zu sehen

Viele Füße, wenig Abstand: Auf Hammer Sportplätzen wird immer wieder Fußball gespielt. Was derzeit so nicht erlaubt ist ...
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Viele Füße, wenig Abstand: Auf Hammer Sportplätzen wird immer wieder Fußball gespielt. Was derzeit so nicht erlaubt ist ...

Der Schnee hatte zuletzt geschafft, was im Corona-Lockdown bisher eher schwierig war: Die Sperrung der Sportplätze in Hamm durchzusetzen.

Hamm – Immer wieder waren in den vergangenen Wochen und Monaten trotz des Corona-bedingten Lockdowns Fußballer zumeist jüngeren Alters auf manch einem Fußballplatz in Hamm gesehen worden – und das, obwohl die städtischen Plätze bis auf Weiteres gesperrt sind.

Dabei machten zuletzt immer mal wieder in den sozialen Netzwerken Gerüchte über organisierte Gruppentreffen zum Fußballtraining die Runde. Die Hammer Sportvereine sollen dies nicht gewusst haben, sondern vielmehr scheint die Initiative von Privatpersonen ausgegangen zu sein. Ob es sich dabei um Hobbykicker oder tatsächliche Vereinskicker, die sich zu einem illegalen Training getroffen haben, gehandelt hat, ist unklar. Gesehen worden sind auf den Hammer Fußballplätzen aber immer mal wieder Sportler, die sich Zugang verschafften und dort munter kickten.

Illegales Kicken kann teuer werden

Klar ist aber, dass die Hammer Stadtverwaltung das Thema auf dem Schirm hat. „Die Kolleginnen und Kollegen des Kommunalen Ordnungsdienstes stellen immer wieder mal fest, dass kleine Gruppen von Kindern/Jugendlichen auf Bolzplätzen spielen“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster.

Anders als die Sport- und Fußballplätze, sind die meist an Spielplätze angrenzenden Bolzplätze zwar aktuell nicht grundsätzlich gesperrt, das Kontaktverbot für das Treffen von ganzen Gruppen gilt aber natürlich auch hier. „Dahingehend wurden im laufenden Lockdown zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot (150 Euro) gestellt“, erklärt der Stadtsprecher. In der Regel sei es aber schwierig, tatsächlich Bußgelder zu verteilen, „da die Angetroffenen flüchten, sobald sie die Mitarbeiter sehen“, so Huster. Wie er hinzufügt, sei dies aber generell bei der Kontrolle und Sanktionierung von Kontaktverbot-Verstößen festzustellen.

Dass es derzeit vielen Fußballern fehlt, ihrem Hobby nachzugehen, ist natürlich verständlich. Nicht jeder hält sich allerdings auch an die aktuell geltenden Coronaregeln. Seit Montag, 22.Februrar darf man immerhin wieder zu zweit draußen Sport treiben, zum Beispiel Tennis spielen. Ob dass die Fußballverrückten von den Sportplätzen fernhält?

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