Trotz knapp 50 Hinweisen bei "Aktenzeichen XY" keine heiße Spur zu Supermarkträubern

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Hamm - Bei der Fahndung nach den Supermarkträubern, die zwischen Mai und August 2017 sechs Überfälle auf Discounter in Hamm, Ascheberg und Drensteinfurt verübt haben, ist der Polizei auch nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ bislang noch kein Durchbruch gelungen.

4,58 Millionen Zuschauer verfolgten am Mittwochabend den Fernsehbeitrag, in dem die Überfälle – drei davon hatten sich in Hamm zugetragen – nachgestellt worden waren. Das entsprach einem Marktanteil von 17,2 Prozent; „Aktenzeichen XY“ war damit am Mittwochabend die meistgesehene Sendung im Fernsehen.

Der Hammer Kriminalhauptkommissar Martin Streubel, der die Ermittlungen seit gut einem Jahr leitet, erläuterte im Münchener TV-Studio gemeinsam mit Moderator Rudi Cerne die Fälle. Das Dilemma für die Hammer Polizei ist, dass bis heute unklar ist, ob die Überfälle von jeweils unterschiedlichen Tätern begangen oder möglicherweise von zentraler Stelle gesteuert wurden. Die Personenbeschreibungen der überfallenen Supermarktmitarbeiter weichen teils erheblich voneinander ab, teils gibt es aber auch Ähnlichkeiten bei den Beschreibungen. Jedwede Konstellation ist also denkbar.

Knapp 50 Hinweise gingen ein

Gleiches gilt für das Fluchtauto: Bei zwei Taten wurde ein silberfarbener Kompakt-Van beobachtet. Es könnte sich um einen VW Touran oder einen Opel Zafira handeln. Knapp 50 Hinweise gingen nach der Sendung bei der Polizei ein. Im Hammer Präsidium bedienten mehrere Beamte die Hinweis-Hotline. Jedem dieser Hinweise werde nun nachgegangen, erklärte eine Sprecherin der Hammer Behörde auf WA-Anfrage. Eine heiße Spur habe sich bislang nicht aufgetan.

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Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen, sind Belohnungen von insgesamt 3000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei Hamm unter Telefon 916-0 entgegen.

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