Wie kann das sein?!

Trotz Corona-Drama kaum Verlust für Zentralhallen

Schunkeln im Herbst: Das Oktoberfest in den Zentralhallen soll wieder ganz normal geplant werden.
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Schunkeln im Herbst: Das Oktoberfest in den Zentralhallen soll wieder ganz normal geplant werden.

Die Zentralhallen Hamm sind bislang ohne Schaden und Verluste durch die Corona-Pandemie gekommen. Wie kann das sein?

Hamm - Obwohl etliche Veranstaltungen und Märkte abgesagt werden mussten, konnten die Zentralhallen im Jahr 2020 einen Überschuss in Höhe von knapp 144.000 Euro erwirtschaften. „Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgeschlossenen Geschäftsjahr jederzeit in vollem Umfang gegeben“, sagte der Geschäftsführer der Zentralhallen, Dr. Alexander Tillmann, bei der Vorstellung des Jahresergebnisses. Die Umsatzerlöse gingen Corona-bedingt lediglich um 12 Prozent von 2,21 Millionen Euro auf 1,95 Millionen Euro zurück.

Eigentlich hätte es wirtschaftlich kein gutes Jahr für die Zentralhallen sein dürfen. Seit März 2020 kam das Veranstaltungsgeschäft weitgehend zum Erliegen, die erwarteten Umsatzerlöse aus der Durchführung der etablierten, turnusgemäß durchgeführten Veranstaltungen wie Oldtimer-Markt, Terraristika, Bildungsmesse sowie der geplanten privaten und betrieblichen Veranstaltungen brachen seit Mitte März 2020 komplett weg. Die Zentralhallen haben es trotzdem geschafft, genug Umsatz zu generieren, dass sowohl investiert, das Fremdkapital abgebaut, die Eigenkapitalquote erhöht und ein Gewinn erzielt werden konnte. „Ohne die Kreativität und Flexibilität unserer Mitarbeiter hätten wir das nicht geschafft“, sagt Tillmann.

Diese Aktionen halfen durch die Krise:

So seien die Veranstaltungskaufleute beispielsweise bei der Grünannahme auf dem Ökonomierat-Peitzmeier-Platz für den ASH aktiv gewesen. Tillmann: „Da konnten wir Geld verdienen.“ Umsatzerlöse hätten auch die monatlichen Rinderauktionen erbracht. Profitiert hätten nach Tillmann die Zentralhallen im Dezember 2020 auch davon, für die Stadt das Impfzentrum aufzubauen. Der Geschäftsführer räumt ein, dass ohne die November- und Dezemberhilfen des Bundes der Jahresabschluss deutlich schlechter ausgefallen wäre. „Die Hilfen haben wesentlich zu den Umsatzerlösen beigetragen“, so der Hallenchef.

Neben der turnusmäßigen Wartung der Halle sind 60.000 Euro für Brandschutz, Wlan-Ausbau und einige Sanierungsarbeiten ausgegeben worden. Das Fremdkapital haben die Zentralhallen um rund 220.000 Euro zurückgeführt und Zinsen und Tilgungen aus eigener Kraft erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote liegt inzwischen bei 66,6 Prozent.

Und was wird mit dem weiteren Jahr 2021?

Für das laufende Jahr wagt Tillmann indes keine solide Prognose: „Die Fortdauer der Corona-Pandemie mit all seinen negativen Auswirkungen belastet nach wie vor die Geschäftsentwicklung der Zentralhallen erheblich.“ Allerdings sei die Liquidität des Unternehmens ausreichend und der Bestand nicht gefährdet.

Angesichts der Entwicklungen der Corona-Zahlen schaut Tillmann sogar ein wenig optimistisch in den Herbst: Das Oktoberfest wird geplant und auch die Bildungsmesse im November könnten stattfinden, wenn die Infektionszahlen weiter nach unten gehen.

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