Auch WA-Redakteur überfallen

Trickdiebe verurteilt - Filmreife Flucht durch Hamm als Höhepunkt

Die Trickdiebe zogen ihre Opfer an Geldautomaten ab.
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Die Trickdiebe zogen ihre Opfer an Geldautomaten ab.

Ein Quartett, das für mehrere Trickdiebstähle an Geldautomaten unter anderem in Hamm verantwortlich war, ist nach mehrtägiger Verhandlung vor dem Dortmunder Landgericht zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Hamm/Dortmund - Die beiden Frauen, die ihre Opfer abgelenkt und um gerade abgehobenes Geld bestohlen hatten, wurden am Dienstag zu Gefängnisstrafen von zweieinhalb beziehungsweise zwei Jahren verurteilt. Ein Komplize, der einen der geprellten Kunden mit einem Radschlüssel bedroht hatte, muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Als besonders verwerflich verurteilten die Richter das Verhalten eines zweiten Komplizen, der nach der Tat in Hamm am 12. September 2019 das Fluchtfahrzeug steuerte und eine lebensgefährliche und filmreife Flucht durch die Hammer Innenstadt hingelegt hatte. Er muss für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.

Vereinbart wurde mit den vier Angeklagten, dass sie jeweils eine Kaution von 7500 Euro zahlen und dafür im Gegenzug unter strengen Meldeauflagen aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Das ist das strafrechtliches Ende einer Tatserie von wenigen Tagen, die in Bonn, Köln und Hamm für erhebliche Verunsicherung unter Bank- und Sparkassen-Kunden gesorgt hatte.

Tatserie endete in der Weststraße

Die aus Rumänien eingereisten Pärchen hatten es auf Opfer abgesehen, die an Automaten Bargeld abholten. Durch einen Trick wurden diese durch die Frauen beim Eingeben der Geldsumme blitzschnell abgelenkt, ein höherer Betrag heimlich eingegeben und die Scheine schnell eingesteckt. Über 2000 Euro erbeutete das Quartett auf diese Weise innerhalb weniger Tage.

Die Tatserie endete in Hamm am 12, September auf der Weststraße, als ein WA-Redakteur an einem Automaten in der Fußgängerzone um 400 Euro geprellt wurde. Der Geprellte und sein Kollege verfolgten die Trickdiebinnen und ihre Begleiter, wurden mit Handtaschen der flüchtenden Damen attackiert und mit einem Radschlüssel bedroht. Nach einer halsbrecherischen Flucht über mehrere rote Ampeln konnten die vier Gauner schließlich festgenommen werden.

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