Beobachter begeistert - „Bleibt gesund!“

Trecker-Paraden bescheren Hammern 15 Minuten Weihnachtsstimmung

Dutzende festlich beleuchtete Trecker ließen die Augen vieler Menschen in Hamm leuchten.
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Dutzende festlich beleuchtete Trecker wie dieser ließen am Wochenende die Augen vieler Hammer am Straßenrand leuchten.

Einen Weihnachtsgruß der besonderen Art überbrachten am Sonntagabend Werrieser Landwirte. Schon am Samstagabend waren Landwirte in Pelkum und Bönen unterwegs gewesen.

Hamm - Der aus rund 50 Traktoren bestehende Korso hatte sich am späten Sonntagnachmittag in Uentrop auf den Weg gemacht und zog dann durch Werries und Hamm-Osten bis an den Rand der Altstadt. Am Oberlandesgericht vorbei ging es zurück in Richtung Mark; Endstation war dann am Maxi-Center in Werries.

Die Fahrzeuge waren festlich geschmückt, auf dem einen oder anderen Traktor fuhr auch ein Weihnachtsmann mit. Für die Sicherheit und freie Fahrt sorgte eine Polizeieskorte. Das Motto der weihnachtlichen Fahrt war am ersten Traktor zu lesen: „Bleibt gesund!“ Zahlreiche Passanten winkten vom Straßenrand aus zu.

Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Uentrop

Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Hamm-Uentrop.
Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Hamm-Uentrop.
Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Hamm-Uentrop.
Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Hamm-Uentrop.
Weihnachtliches Trecker-Leuchten durch den Stadtbezirk Uentrop

„Den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, etwas Freude in diese Zeit bringen, das ist unsere Motivation“ berichtet Organisator Andreas Demmer. Nicht jeder könne so einfach vor die Tür, wenn ihm die eigenen vier Wände zu eng werden. Da seien die mit Tannenbäumen, Weihnachtsmännern und Lichterketten geschmückten landwirtschaftlichen Fahrzeuge eine willkommene Ablenkung. Demmer musste gar Absagen erteilen, so viele Treckerfahrer wollten mit ihren Gefährten an dem Konvoi teilnehmen.

Die großen und kleinen Zuschauer indes fanden die Parade prima und applaudierten den Fahrern. „Irgendwann haben alle Traditionen mal angefangen. Wer weiß, vielleicht haben wir ja gerade die Gründung einer solchen miterlebt?“, fragte sich ein Zuschauer - wohl nicht ohne Hintergedanken. 

Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen

Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen
Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen
Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen
Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen
Weihnachtlicher Trecker-Treck durch Pelkum und Wiescherhöfen

Bereits am Samstagabend waren 41 Traktoren aus Bönen und Hamm über Lerche, Pelkum und Weetfeld in Richtung Flierich gezogen. Alle waren weihnachtlich geschmückt, hatten Tannenbäume mit Lichterketten auf dem Gabelbaum oder auch beleuchtete Kontergewichte mit Weihnachtsmotiven. 

Den Weg hatten die Organisatoren offiziell zwar geheim gehalten, er sprach sich aber herum. Zahlreiche Anwohner gönnten sich auch hier das rund 15-minütige Spektakel. Teilweise hatten sie Glühweintassen und Gartenstühle mitgebracht.

Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen

Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen
Trecker-Weihnachtsprozession Lerche, Weetfeld, Flierich, Bönen

„Wir hatten große Bedenken“, erklärte Michael Köster. Das Bedürfnis der Menschen, mal rauszukommen, Schönes gemeinsam zu erleben, sei groß gewesen. Der Pelkumer Landwirt organisierte mit dem Kamener Frank Bowinkel und dem Nordbögger Martin Osthaus die Ausfahrt. Auch wenn der Hintergrund ein ernster ist und die Bauern sauer sind auf die niedrigen Erzeugerpreise, die die Einzelhandelsketten bereit sind zu zahlen – „die Aktion war nicht als Demonstration geplant“, betont Köster. Der Plan war, in Erscheinung zu treten.“ Die Aktion kam an, die Menschen am Straßenrand verhielten sich vernünftig, kamen mit Masken und achteten auf Abstand.

In vielen Regionen in NRW nahmen Landwirte in den vergangenen Wochen an der Aktion „Ein Funken Hoffnung“ teil.

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