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Trampeltier-Baby „Donald“ neuer Liebling im Hammer Tierpark

Auf Erkundungstour, aber immer nah bei Mutter „Shakira“: das neugeborene Trampeltier „Donald“ im Hammer Tierpark.
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Auf Erkundungstour, aber immer nah bei Mutter „Shakira“: das neugeborene Trampeltier „Donald“ im Hammer Tierpark.

Seit über zehn Jahren gibt es erstmals wieder Trampeltier-Nachwuchs im Hammer Tierpark. „Donald“ heißt das Neugeborene. Wer auf der Beliebtheitsskala vorne liegt – ein ehemaliger US-Präsident oder das Höckertier – liegt im Auge des Betrachters. Kleine wie große Besucher jedenfalls sind fasziniert von dem Nachwuchs.

Hamm - Noch wirkt es etwa ungelenk, das zottelige Wesen im Trampeltier-Gehege. Der Star auf der Anlage ist das Neugeborene aber allemal. Besucher halten inne und beobachten, wie die Mutter ihren knapp eine Woche alten Nachwuchs säugt und ihn im Auge behält. „Donald“ das „Trumpeltier“ ist am vergangenen Donnerstag zur Mittagszeit mit seinen vier Hufen in die Welt des Tierparks getreten und erkundet diesen jetzt voller Neugier. Seit über zehn Jahren ist es der erste Trampeltier-Nachwuchs in Hamm.

„Sobald klar war, dass es ein männliches Jungtier würde, haben wir uns auf den Namen Donald festgelegt“, sagt Revierleiter Florian Kolpak. Bezüge zu Personen der Zeitgeschichte seien rein „zufällig“. Aber der Name „Donald“ ändert natürlich nichts daran, dass der Jungbulle alle Aufmerksamkeit und Liebe erhält, die er jetzt benötigt. Damit seine Mutter „Shakira“ ihn die nächsten etwa eineinhalb Jahre mit Milch versorgen kann, bekommt sie täglich neben einem stattlichen Heuballen (5 bis 8 Kilogramm) zusätzlich Kraftfutter.

Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren

Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren
Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren
Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren
Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren
Trampeltier mit Namen Donald im Hammer Tierpark geboren

Trampeltier-Baby Donald im Tierpark Hamm: Nachwuchs war geplant

13 Monate trug das Muttertier ihren Nachwuchs bis zur Geburt bei sich. Nachwuchs war durchaus geplant: Die Stute wurde zum Decken in eine andere Einrichtung gebracht. In Hamm wäre das nicht möglich gewesen, denn hier gab es lediglich den Wallach „Pavel“. Dieser wurde jetzt in einen Zoo in Gera abgegeben.

„Die Mutter hat ihr Jungtier gut angenommen“, sagt Revierleiter Kolpak. Für das vierjährige Tier war es die erste Geburt. Und auch die zweite Stute „Elfi“, die das Areal mit bewohnt, scheint dem Nachwuchs wohlgesonnen. „Elfi“, die knapp ein Jahr im Park ist, kam als Flaschenkind aus einem anderen Park nach Hamm und wurde hier aufgezogen.

Sobald klar war, dass es ein männliches Jungtier würde, haben wir uns auf den Namen Donald festgelegt.

Florian Kolpak, Revierleiter

Trampeltier-Baby Donald im Tierpark Hamm bleibt mindestens zwei Jahre

„Donald“ wird die Besucher im Tierpark nun mindestens zwei Jahre erfreuen. Nach Erreichen der Geschlechtsreife wird er von der Mutter getrennt. Wer letztlich geht – ob „Donald“ oder „Shakira“ – ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Die Trampeltiere im Hammer Tierpark gehören zur domestizierten Form. In Asien sind sie als Last- und Nutztiere verbreitet – ob als Woll- und Fleischlieferant oder wegen des Dungs als Brennmaterial. Die Wildform des zweihöckrigen Kamels gilt als vom Aussterben bedroht.

Besuch im Tierpark aktuell

Aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen muss der Tierpark Hamm den Zutritt begrenzen. Tickets sind nur online erhältlich. Auch Jahreskartenbesitzer können nicht ohne Online-Anmeldung in den Park. Sie können ein 0-Euro-Ticket buche und haben darüber freien Zugang. 1000 Besucher pro Tag sind insgesamt möglich. Aufgeteilt werden sie in zwei Blöcke à 500 Buchungen: vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 12.30 Uhr bis 17 Uhr. Damit soll der Andrang etwas entzerrt werden. Wer vormittags im Park ist, darf aber auch am Nachmittag bleiben. Der Park schließt um 19 Uhr.

Langfristig sollen im Tierpark Trampeltiere und Yaks vergesellschaftet werden, kündigt Zoo-Geschäftsführer Sven Eiber an. Anbieten würde sich dafür eine Fläche auf dem ehemaligen HSC-Platz, der jetzt noch brach liegt.

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