Zweirad Niehues an der Oststraße wird größer und moderner

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Die Zeichen bei Niehues stehen auf Umbau.

Hamm-Mitte – In Zeiten, in denen anderswo Fahrrad-Discounter den Markt bestimmen, vergrößert in Hamm ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen seinen Standort in der City. Die Zeichen bei Zweirad Niehues an der Oststraße stehen auf Umbau. Niehues gewinnt durch Hinzunahme des ehemaligen Kosinowski-Ladenlokals an Verkaufsraum und vor allem an Lagerfläche hinzu.

Die Kunden können die ersten deutlichen Spuren der Veränderung schon wahrnehmen: Der Durchbruch zum ehemaligen Feinkost-Geschäft ist vollzogen, und bald wird sich dieser Bereich nahtlos an die alte Verkaufsfläche anschließen. Rund 100 Quadratmeter kommen im Erdgeschoss hinzu, sodass damit insgesamt 700 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Niehues’ mindestens ebenso wichtiger Zugewinn ist der Keller unter der neuen Fläche. Denn hier befindet sich ab sofort das Lager. „Das Lager ermöglicht es uns, unser Angebot künftig besser zu präsenteren“, sagt Dirk Kemper-Niehues. Heißt: Im Laden wird es luftiger und abwechslungsreicher, weil – wie bisher mangels Lagerfläche – nicht mehr alle gleichen Radtypen im Verkaufsraum gezeigt werden müssen. „Die jetzige Präsentation ist nicht mehr zeitgemäß.“

Wiedereröffnung am 13. Januar

Mit dem weiteren Umbau und der Schließung zwischen dem 23. Dezember und 11. Januar erhält das Ladenlokal einen neuen Boden in Holzoptik. Ferner wandert die Kasse und Service-Theke nach hinten in Richtung Werkstatt, die Werkbänke werden neu angeordnet und auf vier aufgestockt, neue Regale und Podeste prägen das Bild, und eine Wegführung auf dem Boden leitet vom Eingang direkt zur Werkstatt. 150000 Euro nimmt Niehues nach eigenen Angaben für den Umbau in die Hand. Niehues öffnet wieder am 13. Januar. Die offiziellen Feierlichkeiten finden zum Zehnjährigen am Standort Mitte, Anfang März statt.

Fahrräder bleiben weiter zentrumsrelevant

Gestern beschloss der Rat der Stadt Hamm, das Fahrräder entgegen der ursprünglichen Empfehlung des Einzelhandelsstandortkonzeptes doch zentrumsrelevantes Sortiment sind. Dafür hatten sich unter anderem die Händler eingesetzt. Damit wird verhindert, dass sich Discounter außerhalb zentraler Bereiche im Stadtgebiet ansiedeln können. Ausnahme: Weil das Gebiet der ehemaligen Zeche Heinrich Robert mit seinem Entwicklungspotenzial als zentraler Versorgungsbereich eingestuft wird, könnte sich hier künftig einmal ein Discounter ansiedeln.

Niehues begrüßt die Entscheidung, dass Fahrräder weiter zentrumsrelevant bleiben, die Ansiedlungsmöglichkeit eines Discounters sieht er mit großer Skepsis. „Discountern geht es um Verdrängung mit einer radikalen Preis- und Personalpolitik“, sagt er.

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