Was sind die Gründe für die Schieflage?

Schuh Hemmerich meldet Insolvenz an - Filialen in Hamm und Werne

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Der Stammsitz im Hammer Süden.

Hamm/Werne – Die Schuh Hemmerich GmbH mit Standorten an der Werler Straße 202 in Hamm und an der Bonenstraße 16 in Werne hat Insolvenz angemeldet.

Ein Insolvenzverwalter ist bestellt, er kümmert sich um die Geschäfte des Traditionsunternehmens. Wie Geschäftsführer Heiner Hemmerich im Gespräch mit dem WA mitteilt, geht der Verkauf an beiden Standorten weiter. „Die Kunden werden nichts davon merken“, so der Geschäftsführer. Die Ursache für die betriebliche Schieflage liege in der Filiale in Werne.

Drei Gründe führte Hemmerich an, warum das Geschäft in Werne zu kämpfen habe: allgemeiner Frequenzrückgang in der Innenstadt, eine Großbaustelle in der City und damit verbunden schlechte Erreichbarkeit des Ladenlokals für Kunden sowie eine vergleichsweise hohe Miete. Dadurch seien Umsatzverluste entstanden. Ziel sei in jedem Fall die Standortsicherung in Hamm. Das Objekt mit Ladenlokal an der Werler Straße befindet sich im Eigentum.

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Von Schließung derzeit keine Rede

Natürlich wolle er auch in Werne gerne weiter Schuhe verkaufen, ob und in welcher Form das Geschäft weiterlaufe, werde die weitere Entwicklung zeigen. Von Schließung ist aktuell aber noch keine Rede.

Hemmerich kündigte zumindest für einen Standort einen Sonderverkauf an, ohne aber zum jetzigen Zeitpunkt Details nennen zu können. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter. Dieser sieht laut Hemmerich gute Chancen, dass das Geschäft weitergehen kann. An Ware mangele es nicht, das Lager sei gut gefüllt, so Hemmerich.

Das Schuhhaus Hemmerich in Werne.

Er machte ebenfalls deutlich, das Unternehmen sei bestrebt, alle aktuell neun Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. „Es sind alle Gehälter gezahlt und alle Abgaben geleistet worden“, so der Geschäftsführer. Das werde auch künftig aus den laufenden Einnahmen möglich sein.

Die Schließung des dritten Ladenlokals am Marktplatz in Hamm zum Ende 2018 sei kein Vorbote der jetzigen Insolvenz gewesen, machte Hemmerich deutlich. Der Mietvertrag sei ausgelaufen. Was für Werne gelte, treffe auch für Hamm zu: Frequenzrückgang.

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