Offizieller „Integrationssong“ veröffentlicht

Hymne der Freude und Hoffnung: Toni Tuklan singt für großen Sportverband

Einer seiner Lieblingsorte: Toni Tuklan auf dem Balkon im Lippepark.
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Einer seiner Lieblingsorte: Toni Tuklan auf dem Balkon im Lippepark.

Drei Dinge liegen Toni Tuklan – neben seiner Familie – besonders am Herzen: die Musik, der Fußball und die Integration. Dass er jetzt alle drei in seinem jüngsten Projekt vereinen konnte, macht Tuklan stolz.

Hamm/Werne - Der Werner Toni Tuklan, der noch viele Kontakte in seine alte Heimat Herringen pflegt, hat Mitte April den offiziellen Integrationssong für den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) veröffentlicht. Die Single „Can‘t Wait Till Dawn“, die er gemeinsam mit Tom Pulse aufgenommen hat, ist eine Hymne, bei der Freude, Hoffnung und Liebe im Vordergrund stehen. „Und das ist gerade in der heutigen Zeit wichtig“, sagt Tuklan, der vor knapp 30 Jahren aus Nigeria nach Deutschland kam.

Als Musiker hat er in den vergangenen Jahren einige Chart-Erfolge feiern können und mit Größen wie Sean Paul oder Tito Jackson, dem Bruder von Michael Jackson, zusammengearbeitet. Beim SVF Herringen war er einige Jahre Jugendtrainer, aktuell trainiert er den Torwart-Nachwuchs im DFB-Stützpunkt in Selm. Beim FLVW engagiert Tuklan sich unter anderem in der AG „Integration“. Und genau dort sei, wie er sagt, die Idee zu dem Projekt entstanden.

Denn: Fußball verbindet, schafft Zusammenhalt und ist gelebte Integration – unabhängig von der Herkunft oder dem sozialen Status der Spieler. „Hier jubeln alle gemeinsam wenn sie gewinnen oder sind traurig, wenn sie verlieren.“ Doch es gebe auch Ausnahmen, zum Beispiel dann, wenn Spieler wegen ihrer Hautfarbe vom Gegner angefeindet werden. Tuklan: „Wir sehen uns täglich großen Herausforderungen wie Hass, Rassismus und Diskriminierung gegenübergestellt. Mit dem Song möchte ich gemeinsam mit dem FLVW wieder ein bisschen Freude in die Herzen der Menschen bringen“, sagt der Musiker.

„Den Gedanken des Zusammenhalts noch stärker nach außen tragen“

Ins gleiche Horn stößt Riza Öztürk, Integrationsbeauftragter des FLVW: „Der Fußball bietet eine riesige Plattform, auf der täglich Integration gelebt wird. Mit dem Song geben wir den Menschen nun eine gemeinsame Hymne, um den Gedanken des Zusammenhalts noch stärker nach außen zu tragen.“ Und auch FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski freut sich, mit dem Integrationssong etwas wirklich Einzigartiges auf Verbandsebene geschaffen zu haben: „Wir stehen für das Miteinander der Menschen, auf und neben dem Platz. Deswegen freuen wir uns sehr über den Song, weil er genau das zum Ausdruck bringt.“

Das ist der FLVW:

Mit fast einer Million Mitglieder, mehr als 2100 Vereinen und rund 15 000 Mannschaften (Stand 2020) gehört der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) zu den größten Landesverbänden im deutschen Fußball. Auch bei der Leichtathletik ist der FLVW ganz oben mit dabei: Mit rund 107 000 Aktiven in 555 Vereinen stellen die westfälischen Leichtathleten im bundesweiten Vergleich ebenfalls die zweitmeisten Mitglieder. Mit den Angehörigen der Fachschaft Freizeit- und Breitensport umfasst der FLVW insgesamt mehr als eine Million Mitglieder.

Eingespielt hat Tuklan das Gute-Laune-Lied in seinem Studio in Werne. Untermalt ist es mit Archivbildern fußballspielender Frauen, Männer und Kinder in Afrika und in Westfalen, wodurch die Botschaft des Songs noch einmal unterstrichen wird. Tuklan selbst freut sich sehr über das Projekt und mit ihm einen Beitrag zur Integration geleistet zu haben – ein Thema, das dem 50-Jährigen so wichtig ist. Er sei dem Verband sehr dankbar, dass er ihm das ermöglicht habe. Und wer weiß: Vielleicht wird der Song auch bei der anstehenden Fußball-EM an der einen oder anderen Stelle zu hören sein. Für Fußball-Fan Tuklan wäre das ein Traum.

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