Gemeinsames Projekt

Toni Tuklan will mit Bruder von Michael Jackson durchstarten und dreht dafür im Lippepark

Toni Tuklan zurück in seiner alten Heimat Herringen
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Drehort Lippepark: Für seine Szenen im Lied „Make your mind up“ hat der Musiker Toni Tuklan unter anderem im Lippepark gedreht.

Mit keinem Geringeren als Tito Jackson, Bruder vom „King of Pop“ Michael Jackson, hat Toni Tuklan einen Song aufgenommen,

Herringen – Hier im Lippepark fühlt sich Toni Tuklan fast wie zu Hause: Beim SVF Herringen hat er Fußball gespielt und die A-Jugend trainiert. „Ich bin aber auch ein Kulturmensch“, sagt der mittlerweile 50-jährige Musiker, der sich für sein jüngstes Projekt auch den Lippepark als Drehort ausgeguckt hat – ein Projekt, das ihn unter anderem mit „Tito“ Jackson zusammengeführt hat. Seit zehn Tagen steht ihr Song „Make your mind up“, den sie gemeinsam mit dem deutsch-brasilianischen Duo EEDB sowie den brasilianischen Rappern Kaos MC und Duendy Primeiro eingespielt haben, auf Youtube und zum Herunterladen bereit.

Die Idee, etwas gemeinsam mit Tito Jackson aufzunehmen, wurde bereits vor fast sieben Jahren geboren. Mit „Illuminati“, dem offiziellen Stadion-Song zur Fußball-WM, waren Tuklan und Edu Casanova in Brasilien unterwegs. Das bekamen dann auch Tito Jackson und sein Management mit. „Und offenbar hat ihnen mein Sound gefallen.“ Dass es dann aber bis zum Jahr 2020 dauerte, bis das Projekt in Angriff genommen werden konnte, hatte mehrere Gründe. „Wir waren alle viel unterwegs“, berichtet Tuklan, der mittlerweile zwar in Werne wohnt, aber noch enge Verbindungen nach Herringen pflegt. Erst durch die Pandemie hätten alle Beteiligten endlich die Zeit gefunden, das Lied einzuspielen.

Das sollte eigentlich in den USA passieren. Doch aufgrund der Reisebeschränkungen sei das nicht möglich gewesen. Seine Kollegen hätten in Salvador de Bahia, einer der größten Städte Brasiliens gedreht, er in Werne, Dortmund und eben in Hamm, so Tuklan.

Kein persönlichen Treffen mit Tito Jackson

Doch das war gar nicht so einfach. Denn während auf der Südhalbkugel derzeit Sommer ist und die Dreharbeiten bei schönstem Strandwetter stattfanden, musste Tuklan bei doch recht frischen Temperaturen kurz vor Weihnachten mit T-Shirt und Jacket in Deutschland drehen. Warum er sich unter anderem für den Lippepark entschieden hat? Der sei, wie er sagt, ein wichtiges Stück Kultur seiner alten Heimatstadt Hamm. Gedreht habe er auf der Treppe zum Mountainbikeparcours sowie auf dem Balkon auf der Nordfläche von Schacht Franz. Später seien dann alle Szenen zusammengeschnitten und der Song gemixt worden.

Das Kuriose an dem ganzen Projekt: Mit Ausnahme von Peter Herbert Bielig von EEDB hat Toni Tuklan noch keinen der anderen Künstler persönlich getroffen – auch Tito Jackson nicht. Er hoffe aber, dass man das bald nachholen und gemeinsam auf Promotion-Tour gehen werde, um „Make your mind up“ – ins Deutsche übersetzt heißt das „Entscheide dich“ – vorzustellen. Es handele sich dabei um eine Art Liebeslied, in dem jemand versucht, das Herz eines anderen zu erobern, dieser sich jedoch nicht so recht entscheiden kann.

In dem ersten Video, das seit 8. Januar online ist, sind übrigens die Sequenzen zu sehen, die Tuklan zwischen Werne und Stockum gedreht hat. In etwa zehn Tagen werde man aber ein zweites Video veröffentlichen, dann mit Lyrics (Songtext) zum Mitsingen. „Dort werden dann auch Szenen aus Herringen zu sehen sein.“

Bislang größter Erfolg mit Sean Paul

Tuklan hofft, mit der Single an seinen bislang größten kommerziellen Erfolg anknüpfen zu können. 2015 veröffentlichte er mit dem jamaikanischen Reggae-Star Sean Paul den Hit „Ebony Eyes“, der in Deutschland Platz 28 der Musikcharts erreichte. In Italien, Schweden, Australien und den Niederlanden landete er in den Top 10, in Polen sogar auf dem ersten Platz. „Weltweit gab es rund 20 Millionen Downloads, die Videos wurden mehr als zehn Millionen Mal angeklickt.“

Und wenn es mit dem Erfolg nicht klappt? Dann hat Tuklan sein nächstes Eisen im Feuer: Aktuell produziert er einen Integrations-Song zum Thema Fußball, mit dem der Werner bei der Fußball-EM 2021 – sofern sie stattfindet – ganz groß rauskommen möchte. „Nächste Woche geht es dafür in die Arise-Studios nach Hamm“, so Tuklan, der außer als Musiker auch als Friedensbotschafter und Sprecher des Königs seines nigeranischen Heimatstamms unterwegs ist.

Am Herzen liegt ihm ferner das Projekt „Glücklich geht einfach“. Gemeinsam mit dem Ideengeber und Initiator Dietmar Wurst, Vorsitzender des SuS Rünthe, sammelt der Fußball-Fan Schuhe, Trikots und andere Sportartikel für seine afrikanische Heimat. Sogar Borussia Dortmund hat dafür schon gespendet.

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