Ampelkoalition erkennt Handlungsbedarf auf Eisenbahnbrücke

Auf „Todesbrücke“ zwischen Bahnhof und Hamm-Norden wird es eng

Die Brücke hinter dem Hauptbahnhof in Hamm in Richtung Hamm-Norden ist ein enger Fuß- und Radweg
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Die Brücke hinter dem Bahnhof: Schön grün – aber eng wird es auf dem Fuß- und Radweg bei schönem Wetter auch.

Wer als Fußgänger oder Radfahrer zwischen Hamm-Norden und Bahnhof unterwegs ist, hat es unter Umständen nicht leicht. Der Zustand der Eisenbahnbrücke lässt zu wünschen übrig.

Hamm-Norden – Die Koalition aus SPD, FDP und den Grünen möchte sich für die Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs einsetzen, um die Attraktivität dieser Fortbewegungsmittel zu steigern. Dirk Hanke, Bezirksvortreter der Grünen in Bockum-Hövel, erklärt, dass man nicht das Auto als Verkehrsmittel verdammen will, sondern vielmehr auf den Push-Effekt setzen, wenn man die Attraktivität des Radfahrens stetig steigert. Ein Projekt, das die Grünen sich ausgewählt haben, um das zu verdeutlichen, ist die Eisenbahnbrücke mitsamt Fußweg, die den Hammer Norden direkt mit dem Hauptbahnhof verbindet.

Laut Hanke ist diese Brücke „ordentlicher Schrott“ und darunter leide auch der begleitende Fuß- und Radweg. In ihrer Anfrage an die Bezirksvertretung Bockum-Hövel wollen die Grünen daher wissen, wer für diesen Fuß- und Radweg zuständig ist, da er genau zwischen zwei Stadtbezirken (Bockum-Hövel und Hamm Mitte) liegt.

Hinzu komme, dass für Gleise und Bahnbrücken eigentlich die Bahn zuständig wäre. „Hier ist ein großes Zuständigkeitsloch entstanden, das offenbar schon lange besteht“, beschreibt Hanke die derzeitige Situation: „Und natürlich reißt sich keines der Stadtämter darum, das in Angriff zu nehmen“. Sobald die Zuständigkeit geklärt sei, wünschen sich die Grünen, dass dieser Weg wieder flott gemacht wird, da er von vielen Pendlern genutzt würde. „Derzeit ist er jedoch deutlich unattraktiver als der Weg über die Münsterstraße“, sagt Hanke.

Radweg in Hamm-Norden ist zugewuchert

Bei einem Ortstermin haben die Grünen zudem festgestellt, dass die von ihnen genannte „Todesbrücke“ auch stark zugewuchert ist. Eine Treppe auf Höhe der Hafenstraße sei besonders bei Nässe sehr rutschgefährdend. Mangelnde Beleuchtung ist laut Hanke ebefalls ein Problem, obwohl auf dem Weg in regelmäßigen Abstand Laternen stehen. Fehlende Zäune würden zudem dafür sorgen, dass Leute ihren Müll einfach in die Lippeauen werfen. Blickt man oben von der Brücke, sieht man zum Beispiel ein Fahrrad am Grund der Lippe, das langsam vor sich hin rostet.

Wünschenswert wäre es laut Hanke vor allem, wenn die Bahn die Brücke erneuern würde. Dann könnte man direkt einen größeren und besseren Fuß- und Radweg mitplanen, für den dann auch die aktuellen Standards gelten würden. Doch das stehe laut Hanke vermutlich in den Sternen.

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