Ausgerechnet vor Kirche in Hamm

Tochter todgeweiht?! "Heilerin" betrügt Mutter um viel Geld

Hier vor der Pauluskirche in Hamm soll sich der unglaubliche Betrugsfall abgespielt haben.
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Hier vor der Pauluskirche in Hamm soll sich der unglaubliche Betrugsfall abgespielt haben.

Mit drastischen Worten haben sich Betrügerinnen vor der Pauluskirche in Hamm die Angst von einer 51-jährigen Mutter zunutze gemacht, um an Geld zu kommen: "Ihre Tochter wird sterben!"

Hamm - Wie die Polizei mitteilte, sprach eine der Frauen die Hammerin gegen 11.30 Uhr am Innenstadt-Marktplatz an und gab zunächst vor, sie mit einer anderen Person zu verwechseln. In dem Gespräch prognostizierte sie dann den Tod der Tochter der Hammerin. Doch dieser könnte verhindert werden: Sie sei eine Heilerin und bot an, Rituale durchzuführen.

Hinzu kam eine zweite Frau (angeblich eine Kundin), die angab, sehr lange auf einen Termin bei der vermeintlichen Heilerin gewartet zu haben. Die 51-Jährige habe Glück, so spontan Hilfe zu erhalten. Nun könnten sie gemeinsam die Rituale vollziehen.

Vom Geld bleiben Papierschnipsel

Dazu hatte die vermeintliche Kundin bereits Geld mitgebracht, welches Teil der Rituale sein sollte. Auch die 51-Jährige wurde aufgefordert, Geld zu holen. Dabei wurde sie von der vermeintlichen Kundin begleitet.

Anschließend wickelten sie jeweils das Geld in Tücher und banden diese mit roten Fäden zu. Nun sollte die 51-jährige Mutter ihrer Wege gehen und das Tuch unter ein Kissen legen.

Schließlich wurde die Betrogene gegen Abend misstrauisch und sah nach: Der viertstellige Geldbetrag im Tuch war durch Papierschnipsel ausgetauscht worden.

Die Polizei sucht nun nach den zwei Tatverdächtigen.

Das sind die beiden Gesuchten:

Die vermeintliche Heilerin ist etwa 1,65 Zentimeter groß, stabil und zwischen 50 und 60 Jahre alt. Sie hat schwarze, schulterlange Haare, unter dem rechten Auge ein schwarzes Muttermal und trug einen schwarzen Mantel mit genähten wellenförmigen Applikationen. Sie hat dunkle Haut und spricht Russisch.

Die vermeintliche Kundin spricht ebenfalls Russisch, ist dünn und trug ein Tuch auf dem Kopf. Sie trug zudem eine rosa Jacke und darunter einen grauen Pullover mit Kapuze. Überdies hatte sie eine Sonnenbrille dabei.

Alle drei Frauen sprachen russisch miteinander. Die Täterinnen seien auf ihr späteres Opfer aufmerksam geworden, weil dieses ein Telefongespräch in russischer Sprache führte, ergänzte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage.

Bitte wenden Sie sich mit Hinweisen an die Hammer Polizei Hamm unter der Rufnummer 02381/916-0. - WA

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