Tochter vergewaltigt? Ehefrau entlastet Mann im Prozess um Missbrauch

+
Symbolbild

Hamm/Dortmund – Seit rund eineinhalb Monaten geben sich diverse Zeugen in dem Missbrauchsverfahren gegen einen Hammer die Türklinke des Gerichtssaals in die Hand. Ehemalige Ehefrauen, leibliche Kinder und Stiefkinder sagen als Zeugen in dem Verfahren vor dem Dortmunder Landgericht aus. Doch von einer verlässlichen Wahrheit bei der Aufklärung der Vorwürfe scheint das Verfahren auch nach sechs Verhandlungstagen entfernt.

Die Strafkammer hat daher vorsorglich zwei weitere Prozesstage terminiert. Für den 56-jährigen Angeklagten geht es um sehr viel – sollten sich die Vorwürfe seiner zur Tatzeit acht Jahre alten Tochter bewahrheiten, muss der Familienvater sicherlich mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Erweisen sich die Anschuldigungen der heute 30-Jährigen als unwahr, könnte ihr Vater als unbescholtener Mann den Saal verlassen.

Achtjährige Tochter mehrfach missbraucht?

Das mutmaßliche Opfer behauptet, dass der leibliche Vater sie im Alter von acht und neun Jahren in der damaligen Wohnung an der Edisonstraße missbraucht und mehrfach mit ihr den Geschlechtsverkehr erzwungen habe. Seine jetzige Ehefrau schüttelte gestern über diese massiven Vorwürfe nur ungläubig den Kopf: „Ich kann nicht verstehen, dass es zu dieser Anzeige gekommen ist. Die beiden haben sich immer so gut verstanden.“

Die Zeugin beschrieb, dass gerade in den Jahren vor der Strafanzeige 2017 das Verhältnis zwischen ihrem Ehemann und seiner erwachsenen Tochter sehr gut gewesen sei. Regelmäßig sei sie mit ihren beiden Kindern für mehrere Tage zu Besuch gewesen. Vater und Tochter hätten sogar gemeinsam auf der Wohnzimmercouch geschlafen, während sie selbst im Schlafzimmer genächtigte, weil sie morgens besonders früh zur Arbeit gemusst habe.

Tochter soll Vergewaltigung abgestritten haben

In einem gemeinsamen Gespräch mit mehreren Familienmitgliedern habe die Tochter sogar mit deutlichen Worten abgestritten, vom Vater vergewaltigt worden zu sein. Das habe die leibliche Mutter behauptet, um Vater und Tochter auseinanderzubringen, so die Erklärung der Tochter damals. Der Prozess wird fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare