Fast 400 Besucher

Glückliche Kinder und Tiere: So lief der erste Tag nach dem Lockdown im Tierpark

Zufriedenheit auf beiden Seiten des Zauns: Emma und Jana füttern die Ziegen im Tierpark Hamm.
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Zufriedenheit auf beiden Seiten des Zauns: Emma und Jana füttern die Ziegen.

Vier Monate waren Mitarbeiter und Bewohner des Hammer Tierparks unter sich. Seit Mittwoch hat der Park wieder geöffnet. Ganz zur Freude der Familien, die die Gelegenheit gleich für einen Besuch nutzten. Fast 400 Besucher zählte das Team am ersten Tag.

Hamm – Am Donnerstag muss der Tierpark allerdings wegen der Sturmwarnung direkt wieder schließen. „Wer bereits Tickets gekauft hat, kann sie einfach auf einen anderen Tag umbuchen“, erklärt Tierparkchef Sven Eiber.

Fanny Strohmann und Sohn Pepe Rumi hatten besonderes Glück. Sie waren die allerersten Besucher und wurden von Tierparkchef Sven Eiber mit einem kleinen Willkommens-Geschenk begrüßt. „Ich habe mich sehr gefreut, dass der Tierpark endlich wieder aufmacht“, sagte die Mutter. Beim Einchecken mit den personalisierten Tickets am Eingang hakte es an manchen Stellen noch ein wenig.

Man muss die Freude einfach herausschreien: Henri durfte mit Mama Anna endlich wieder auf den Spielplatz.

Anders als sonst müssen die Besucher nicht nur die Tickets online kaufen, sondern in einem zweiten Schritt zusätzlich ein Kontaktformular ausfüllen, erst dann erhalten sie das gültige Ticket. „Den zweiten Schritt vergessen Viele noch“, sagt Eiber. Neu ist auch, dass auch Kinder unter drei Jahren bei den Jahreskarten registriert werden müssen.

Tierpark in Hamm wieder geöffnet: Freude bei Tieren und Besuchern

Abgesehen von den Technikproblemen war die Freude bei Mitarbeitern und Besuchern groß. „Das waren schon ziemlich einsame Monate hier. In der dunklen Jahreszeit keine Besucher zu sehen. Deshalb ist es jetzt toll zu sehen, dass sich die Wege wieder bevölkern“, sagte der Tierpark-Chef.

Auch Familie Beutel hat den ersten Öffnungstag gleich genutzt. „Es ist sehr schön wieder durch den Tierpark gehen zu können. Gerade für den Kleinen, der hat jetzt sehr viel verpasst in seinem ersten Lebensjahr. Hier an der frischen Luft ist die Ansteckungsgefahr ja nicht so groß. Es wurde einfach Zeit, dass die Zoos und Parks öffnen“, sagte Mutter Jennifer.

Maskenpflicht auf den Spielplätzen

Auf dem Spielplatz war gegen Mittag trotz des Wetters ein bisschen was los. Allerdings mussten die Kinder den Platz mit einem Pfauenpaar teilen. Das konnte so gar nicht verstehen, warum ihr neues Gehege plötzlich von spielenden Kindern belagert wurde. Auch wenn einige Tiere noch etwas schüchtern ihre Köpfe aus den Gehegen streckten, freuen sie sich über die Besucher, weiß Tierpfleger Marcel Duchateau: „Die Jungtiere sind noch ein bisschen skeptisch, die kennen bisher nur uns und sind viele Menschen noch nicht gewöhnt. Aber gerade für die Primaten also zum Beispiel unsere Affen ist es super, dass sie endlich wieder Menschen beobachten können. So wir wir die Tiere beobachten, beobachten die nämlich auch uns. Das ist eine super Beschäftigung.“

Eine kleine Schlange am Eingang. Nachmittags wurde es etwas voller im Tierpark.

Über die Parköffnung freuten sich aber nicht nur die kleinen Parkbesucher. „Wir wohnen in der Nähe und hören immer die Affen schreien und hatten richtig Sehnsucht nach den Tieren. Deshalb haben wir uns richtig gefreut, dass der Park wieder geöffnet hat“, sagt Elke Brackmann.
 
Die Streichelgehege sind weiterhin geschlossen, gefüttert werden darf aber schon wieder. Auf den Spielplätzen und im Eingangsbereich gilt die Maskenpflicht, auf den Wegen darf die Maske abgenommen werden, solange der Mindestabstand eingehalten werden kann.

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