Keine Kurzarbeit, kein Winterschlaf

Tierpark trotz Corona-Lockdown (fast) im Normalbetrieb - Aktuelle Fotos

Erdmännchen im Tierpark Hamm genießen die Nachmittagssonne.
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Possierliche und aufmerksame Sonnenanbeter: Diese Erdmännchen genießen die wärmende Nachmittagssonne, haben aber stets die Umgebung im Blick. Bei Kälte können sie sich in beheizte Innengehege zurückziehen.

Tiefenentspannte Yaks, neugierige Erdmännchen, friedlich grasende Kängurus und kecke Kapuzineraffen, die ihre Pfleger necken: Im Hammer Tierpark herrscht äußerlich Ruhe, Stillstand bedeutet das aber nicht. Und Winterschlaf auch nicht.

Hamm - Weil die Landesverordnung zum Coronaschutz die Öffnung von Tierparks und zoologischen Gärten untersagt hat, bleiben in diesem November die Bewohner des Hammer Tierparks unter sich. Einen Winterschlaf müssen die meisten der rund 500 Tiere aus 86 Arten im Park aber nicht halten; daher müssen sie weiter so betreut werden wie immer – ob mit Besucher oder ohne.

Für die Mitarbeiter geht der laufende Betrieb also unverändert weiter. Geschäftsführer Sven Eiber hat sein Personal nicht in Kurzarbeit geschickt. „Denn auch ohne Besucher müssen die täglichen Arbeiten im Zoobetrieb ausgeführt werden“, sagt er. Auch Mitarbeiter aus dem Restaurantbetrieb sind in die Abläufe eingebunden, selbst wenn das Frittenfett kalt bleibt.

Tierpark Hamm im Corona-Lockdown: 60.000 Euro Einnahmeausfall

Manche Tiere wie Huftiere, Tiere im Kinderzoo oder Alpakas müssen während der Schließung sogar mehr gefüttert werden, weil das Zufüttern durch die Besucher und die Pellet-Päckchen wegfallen.

In einem durchschnittlichen November würde der Park in etwa mit 6000 bis 7000 Gästen kalkulieren. Bei einem Eintrittspreis von umgerechnet etwa sechs Euro pro Gast läge der Erlös zwischen 36.000 und 42.000 Euro. Hinzu käme der Verzehr in der Gastronomie, so dass der Park schnell bei einem Einnahmeausfall von bis zu 60.000 Euro ankommen könne, sagt Eiber. Und die laufenden Kosten bleiben.

Keine Auszeit, kein Winterschlaf im Hammer Tierpark

Keine Auszeit, kein Winterschlaf im Hammer Tierpark

Tierpark Hamm im Corona-Lockdown: Ganz in Ruhe arbeiten

Unterdessen gehen unbemerkt von der Öffentlichkeit die Bauarbeiten am Lemurengebäude weiter, wo Affenarten aus Madagaskar ein neues Zuhause finden. Zeitnah werden die Dachdecker den Dachstuhl aufsetzen. Der Rohbau steht, und laut Eiber liegen die Arbeiten im Plan. Zunächst soll das Haus fertig gestellt werden, ehe dann die Außenarbeiten an der begehbaren Anlage mit ihren Wasserläufen und Inseln beginnen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2021 geplant.

In der kommenden Woche soll das Wasserkissen am Spielplatz noch einmal aufgenommen werden, um Höhenniveaus im Untergrund auszugleichen. Auch die Bepflanzung der Hügel auf dem Spielgelände steht auf dem Programm. Fachfirmen und Gartenbauer werden viel Ruhe dafür haben.

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