Foto von WA-Leser Wolfgang Hamsen

So verrückt ist die Natur: Bock mit Amy-Winehouse-Frisur

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Diesen Rehbock fotografierte WA-Leser Wolfgang Hamsen in Hamm.

Hamm - Turmfrisur in Feld und Flur: Diesem Rehbock, der auf Hammer Stadtgebiet entdeckt wurde, fehlt das Geweih. Fast sieht es so aus, als wenn er eine Perücke trägt. Sein Schicksal aber ist tragisch. 

WA-Leser Wolfgang Hamsen gelang am Montagabend auf Hammer Stadtgebiet diese außergewöhnliche Aufnahme: Er fotografierte einen so genannten Perückenbock in einem Gerstenfeld. 

Amy Winehouses Frisur war Kult. Die Sängerin starb 2011. 

Der Rehbock wandelt keinesfalls frisurentechnisch auf den Spuren von Sängerin Amy Winehouse oder den Frauen der 1960er-Jahre. 

Grund für seine „Haarpracht“ ist eine Verletzung in jungen Jahren, wie Prof. Dr. Lothar Reinken, 1. Vorsitzender der Kreisjägerschaft Hamm, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. „Das hängt mit Verletzungen der Hoden zusammen, die passieren können, wenn zwei Böcke um ein Revier kämpfen“, sagte Reinken. 

In Folge dieser Blessur wird das Sexualhormon Testosteron nicht mehr ausgeschüttet und die Ausbildung des Gehörns bleibt auf der Strecke. Der Knochen aber wuchert weiter und behindert das Tier im weiteren Leben. „Der stärkere Bock verletzt den schwächeren. Vor allem, wenn er ihn mit seinem Geweih nicht richtig erwischt, trifft es oft den Hoden“, erläutert der Jäger das schmerzhafte Ereignis. 

Das Vorkommen eines solchen Perückenbocks in Hamm sei keine Seltenheit. Den Ort, an dem Hamsen den Rehbock mit „Turmfrisur“ antraf, behält der Fotograf für sich – nicht ohne Grund. „Perückenböcke sind als Trophäe für Jäger sehr interessant“, sagte Reinken.

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