Sportler geben Sportanlage ab

335 Stellflächen gegen die Parkplatznot: Modernisierung des Tierparks beginnt

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Die Schlüssel zum neuen Parkplatz: OB Thomas Hunsteger-Petermann nimmt sie symbolisch von Alfred Kallerhoff, 2. Vorsitzender des SSV, entgegen. Ralf-Dieter Lenz, Rosemarie Reinermann und Reinhard Merschhaus vom Aufsichtsrat des Parks waren mit vor Ort.

Hamm – Erste sichtbare Schritte für den rund zwölf Millionen Euro schweren Umbau des Tierparks und der dazugehörigen Infrastruktur sind vollzogen. Anfang der Woche übergaben Vertreter des Sportvereins SSV Hamm die Schlüssel für die Sportanlage an der Grünstraße an die Stadt Hamm. Die Stadt baut hier 335 Stellplätze, um die Parksituation am Tierpark zu verbessern.

„Das ist eine Lösung, die gut ist und die trägt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann beim Ortstermin auf dem Sportgelände. Mit dem Parkplatz werde Druck aus der Straße und dem Quartier genommen. „Die Zukunft für den Verein ist ordentlich geregelt.“ 

Dem SSV Hamm, der 2008 aus Post SuS und SSG Hamm hervorging, gehört das 1982 errichtete Gebäude auf dem Grundstück. Die Spielfläche ist städtisch. Als Ausgleich erhält der SSV auf der anderen Seite der Grünstraße ein 20 mal 40 Meter großes Kunstrasenfeld sowie Flutlicht für den bestehenden Platz, das den Kunstrasen mit ausleuchtet. Zudem wird die Friesenkampfbahn inklusive Umkleiden ertüchtigt. Beide Anlagen erhalten Ballfangzäune. Die Nutzung der Friesenkampfbahn ist bis 2030 fortgeschrieben.

Abriss beginnt im Juni

Mit dem Bau des Parkplatzes, den die Stadt selbst plant, liegt sie im angekündigten Zeitplan für die Tierparkmodernisierung. Anfang Juni soll die Abrissfirma für das Gebäude feststehen, ab Mitte Juli kann voraussichtlich gebaut werden. Die Stadt rechnet dann mit einer reinen Bauzeit von etwa sechs bis acht Wochen. Die Fläche wird nicht versiegelt, sondern als Schotterrasengemisch angelegt. 

Über eine neue Straße (rechts) gelangen Autofahrer auf den bestehenden Tierpark-Parkplatz.

Die einzelnen Parkreihen sind durch Grünstreifen und eine Baumbepflanzung mit Ahorn voneinander getrennt und kenntlich gemacht. Die Ein- und Ausfahrt ist klar geregelt und erfolgt durch zwei separate Tore. Der Parkplatz soll im Herbst freigegeben werden, wenn der Rasen ausreichend angewachsen ist. Damit wird er für diesen Sommer noch nicht zur Entlastung beitragen können. 

Neue Regelung am Parkplatz

Entlastung soll aber schon jetzt eine andere Maßnahme bringen, zumindest was geordnetes An- und Abfahren zu bestehenden Parkplätzen angeht. Nach einem entsprechenden Ratsbeschluss von Ende März ist eine neue, zunächst provisorische Zuwegung nahe des Kletterwaldes und eine Einbahnstraßenregelung entstanden.

Die Zufahrt führt von der heutigen Zuwegung zum Eingang des Parks nach links durch das Wäldchen auf den bestehenden Parkplatz. Zehn Bäume wurden dafür gefällt. Ersatz ist auf der neuen Parkfläche auf dem ehemaligen Sportplatz geplant. Im späteren Endausbau ist eine ähnliche Lösung wie die neue Zuwegung vorgesehen.

Neue Zuwegung

Für Fußgänger und Radfahrer ist auf den ersten rund 25 Metern von der Grünstraße her ein 2,5 Meter breiter Teil durch Pfosten und Markierung abgetrennt worden. Der Bereich darf nicht von Fahrzeugen befahren werden. Von der Richard-Wagner-Straße kommend, sollen Autofahrer an besucherintensiven Tagen auf diese neue Zuwegung gelenkt werden und in einer Einbahnstraßenregelung an- und abfahren. Schilder werden noch aufgestellt. Die Kosten beziffert die Stadt auf rund 14.000 Euro. Sie sind im Gesamtpaket enthalten.

Mit der jetzigen Infrastruktur stößt der Tierpark bei etwa 3.800 Besuchern an guten Tagen an seine Grenzen. Im vergangenen Jahr wurden an der Tierparkkasse insgesamt 194.123 Besucher gezählt. Das war das beste Jahr in der Geschichte der Einrichtung. 2017 waren es 170.530 Gäste gewesen, 2016 150.711.

Übersicht Modernisierung

Die Modernisierung des Tierparks erfolgt während des laufenden Betriebs und umfasst folgende Punkte:

- Parkplatz auf dem heutigen SSV-Gelände (2019),

- Sanierung und Ausbau des Spielplatzbereichs (2019/20); der Wettbewerb wird in dieser Woche ausgeschrieben.

- Errichtung einer neuen Lemuren-Anlage (2019/20),

- Errichtung einer Indoor-Halle mit Gastronomie, Sanitäranlagen und angegliederter Gehegeanlage (2020/21),

- Errichtung einer Veterinär- und Quarantänestation (2020/21),

- Errichtung eines neuen Eingangsbereiches mit Verwaltungsgebäude und separatem Zoo-Shop (2021/22),

- Sanierung und Vergrößerung der Tigeranlage (2021/22),

- Sanierung des Tierasyls unter Einbeziehung des jetzigen Eingangsbereichs Die Maßnahmen erfolgen während des laufenden Betriebs.

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