Tierpark boomt - doch neues Konzept lässt auf sich warten

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Hamm - Die Stadt feilt nach wie vor an einem Gesamtkonzept für den Tierpark. Die Besucher kommen trotzdem: In den ersten vier Monaten des Jahres besuchten rund 55.000 Menschen die Einrichtung im Hammer Süden, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Derweil werden mit Restmitteln aus dem städtischen Haushalt Gebrauchsgegenstände angeschafft, die offenbar jahrelang fehlten. Ein Radlader für 30.000 Euro ist die teuerste Anschaffung des Tierparks in jüngster Zeit. Erstaunlich ist nicht der Preis, sondern die Tatsache, dass der Park so etwas bisher nicht hatte. Rund 250.000 Euro an Haushaltsresten hatte die Stadt bereitgestellt, sie sind nach Angaben von Stadtverwaltung und Geschäftsführung für zahlreiche kleinere Investitionen in den Betrieb aufgewendet worden.

Es ist eine Liste der Selbstverständlichkeiten, die im Tierpark in den vergangenen Monaten abgearbeitet wurde: Die Mitarbeiter-Toiletten wurden neu gestrichen, die Wickelräume für Gäste auch. In der Gastronomie gab es neue Fritteusen, Grillplatten und Kühlaggregate; außerdem zehn Picknick-Bänke. Im Kinderbauernhof steht vom Pfingstwochenende an ein Klettergerüst in Trecker-Form, und für einige Arbeiten am Affenhaus hat es auch noch gereicht.

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Das klingt nach ganz normalen Betriebsausgaben. Doch Tierpark-Geschäftsführer Kay Hartwich sagt, er sei schon froh, jetzt einen Finanzstock zu haben, aus dem solche Allerweltsanschaffungen auch bezahlt werden könnten.

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Stadt arbeitet an Gesamtkonzept

„Wir haben jetzt Geld und Engagement“, sagt Hartwich. Und sieht den Tierpark auf einem guten Weg. Ein Gesamtkonzept für die Anlage fehlt jedoch immer noch. Man arbeite daran, sagt ein Stadtsprecher. Und zählt die seit Jahren bekannten Problemzonen auf: Gastronomie, Spielplätze, Parkraumkonzept. Immerhin, alles was jetzt investiert werde, heißt es bei der Stadt, werde auch bei einer Überplanung der Anlage Bestand haben.

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Ob das Besucherplus des Tierparks – 2017 kamen mit 180.000 Besuchern so viele wie nie – auch dem Kletterpark zu verdanken ist, bleibt unklar. Synergieeffekt durch die 2014 eröffnete Anlage am Tierparkeingang sind nach Stadtangaben „fühlbar“, aber nicht messbar. Es gebe gegenseitige Rabatte, sagt Hartwich. Und dass Besuchergruppen sich zwischen Kletter- und Tierpark aufteilten, komme durchaus vor.

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