Wahrscheinlichkeit bei nur 0,007 Prozent!

Tierisch selten: Kuh Lene bringt in Hamm Drillinge zur Welt

Munteres Trio in Hammer Kuhstall: Die Wahrscheinlichkeit für solche Drillingsgeburten liegt bei 0,007 Prozent!
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Munteres Trio in Hammer Kuhstall: Die Wahrscheinlichkeit für solche Drillingsgeburten liegt bei 0,007 Prozent!

Bei 120 Geburten im Jahr ist der Hammer Landwirt Dirk Hacheneier zwar schon einiges gewöhnt. Aber dass eine seiner Kühe Drillinge zur Welt bringt, hat auch er noch nicht erlebt. „Derartige Geburten sind äußerst selten“, sagt er.

Hamm – Die Wahrscheinlichkeit einer Drillingsgeburt liegt bei Kühen bei 0,007 Prozent. Das hat zumindest die Bayrische Anstalt für Landwirtschaft mal errechnet. Noch seltener ist es, dass das alles ohne Hormonbehandlung über die Bühne gegangen ist und alle drei Herringer Kälbchen gesund zur Welt gekommen sind. Ihre Eltern, Kuh Lene und der bayrische Zuchtbulle Waterai, haben sich „auf einer Wiese vergnügt“. „Ein Natursprung also“, so Hacheneier. Und neun Monate später sehe man jetzt das Ergebnis.

Was Geburten angeht, so hat Lene schon eine gewisse Erfahrung. Für die siebenjährige Milchkuh war es bereits die fünfte Geburt. Dass sie aber gleich auf einmal dreifache Mutter wird, haben Hacheneier und seine Familie bis vor zwei Tagen noch nicht gewusst. Man habe es ihr nicht angesehen, zumal Lene sowieso etwas pummelig sei, berichtet der Landwirt. Umso überraschter sei er gewesen, als er am Donnerstag auf der Wiese zwei Kälbchen sah. „Und wenig später im Stall kam auch das dritte zur Welt.“

Alle Kälbchen und die Mutter sind wohlauf

Das wichtigste: Alle sind wohlauf. „Auch dem Muttertier geht es gut“, versichert Hacheneier. Man habe sie, wie nach Geburten üblich, aber von den Kälbchen trennen müssen. Die werden zweimal am Tag mit der Milch ihrer Mutter gefüttert. „Die Kleinen können sich zwar sehen, haben aber ebenfalls keinen körperlichen Kontakt zueinander.“ Sie lebten derzeit in sogenannten Iglus.

Hacheneier hofft, dass Christiane, Fitti und Joshua, so heißt das muntere Trio nämlich, schon bald Normalgewicht erreichen. „In der Regel wiegen Kälbchen bei der Geburt 40 bis 45 Kilogramm. Unsere drei bringen aktuell jeweils etwa 30 Kilogramm auf die Waage.“ Ihr größter Fan ist übrigens Hacheneiers Tochter Lorena, die die Namen der drei ausgesucht hat. „Joshua heißt auch mein Patenkind.“ Christiane sei eine Bekannte der Familie und feiere in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. „Und Fitti ist ihr Mann.“

Süße Drillinge im Kuhstall von Landwirt Dirk Hacheneier

Jedes Kälbchen hat eine andere Farbe

Eine Frage bereitet der Familie aber Kopfzerbrechen: Warum hat jedes Kälbchen eine andere Farbe? Denn Fitti ist braun-weiß, Christiane schwarz-weiß und Joshua grau-weiß. „Vermutlich ist es eine Laune der Natur. Aber genau erklären kann ich es nicht“, so Hacheneier, der daher auch seinen Veterinär zu Rate ziehen möchte.

Insgesamt leben auf dem Hof der Familie Hacheneier 95 Milchkühe und einige Zuchtbullen, wobei ein regelmäßiges Kommen und Gehen herrscht. Er ist also beides, ein klassischer landwirtschaftlicher Betrieb und ein Zuchtbetrieb.

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