Tiere in Hamm: Immer mehr Nutrias und Waschbären

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Die Zahl der Waschbären ist in Hamm gestiegen.

Hamm - Noch nie gab es so viele Waschbären, Füchse und Nutrias in Hamm wie im vergangenen Jahr. Das ist eine der Erkenntnisse aus der Jagdstrecke, die Karl-Heinz Biermann als Jagdberater der Stadt bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft in den Zentralhallen vorstellte.

Dass vor allem die Population der Waschbären in der Lippestadt zugenommen hat, ist an der Zahl der erlegten Tiere zu erkennen: Mit 266 Waschbären im Jahr 2016 (davon 119 gefangen durch Fallenjagd) hat sich diese Zahl zur vorherigen Jagdsaison mehr als verdoppelt. 2015 waren es 95. Im Rahmen ihres Hegeauftrags sollen die Jäger dafür sorgen, die Tierpopulationen auf konstantem Niveau zu halten und damit die Artenvielfalt zu sichern. Zu viele Tiere bestimmter Arten können anderen Tieren die Nahrungs- und Lebensgrundlage wegnehmen.

Nutria

Auch die Zahl der Nutrias ist laut Biermann „explosiv gestiegen.“ Aus diesem Grund schossen die Hammer Jäger in der abgelaufenen Jagdsaison auch 106 Nutrias, im Vorjahr nur 35. Eine deutliche Zunahme wurde auch bei den Füchsen verbucht. „Erstmals wurde die 300er-Marke geknackt“, sagte Biermann. Mit 318 Füchsen erlegten die Jäger fast 100 Tiere mehr als 2015 (229 Füchse).

Feldhase

Die Zahlen bei den Feldhasen und Wildkaninchen reichen bei Weitem nicht mehr an frühere Ergebnisse heran. „Dabei machen mir die Wildkaninchen mehr Sorgen als der Hase“, erklärte Biermann. Hier verringerte sich die Zahl erlegter Tiere von 381 im Jahr 2015 auf 325 (davon 83 Fallwild). Bei den Feldhasen sei mit 530 in 2016 (davon 142 Fallwild) und 502 im Jahr 2015 ein leichter Anstieg verbucht worden.

Steinmarder

Einen Anstieg gab es auch beim Steinmarder. 51 Tiere (davon 22 Fallwild, 13 gefangen) stehen 37 im Jahr 2015 gegenüber. Neben dem Iltis (2016: 10, 2015: 8) wurden auch mehr Fasane erlegt. Die Zahl stieg von 601 (2015) auf 622 (davon 75 Fallwild). Beim Dachs sank die Anzahl (2016: 13, 2015: 17).

Gemischt ist die Statistik bei Vögeln: Mit 1705 Ringeltauben (davon 42 Fallwild) erlegten die Jäger knapp 100 Tiere mehr; 1626 waren es 2015. Die 1000er-Marke überschritten die Jäger erstmals bei den Rabenkrähen: 1081 im vergangenen Jahr stehen 855 im Jahr 2015 gegenüber. Ein deutliches Plus meldete der Jagdberater mit 129 Stück bei den Kanadagänsen, zuvor waren es 59 Tiere.

Enten

Stockenten wurden weniger geschossen: Waren es 2015 567, sind es nun 523 (davon 5 Fallwild). Ebenfalls verringerte sich die Zahl bei Nilgänsen (2016: 60, 2015: 65) und den Graugänsen (2016: 16, 2015: 24). Konstant sind die Zahlen bei der Elster: 325 waren es 2016, 326 2015. „Die sind schlecht zu jagen“, begründete Biermann.

Rehkitze

Die einzige Tierart, bei der die Zahl geschossener Tiere und somit auch der Populationen gleichbleibend sind, sei das Rehwild mit Böcken (182), Kitzen (125), Schmalrehen (98) und Ricken (88). Die Gesamtbilanz liegt 2016 bei 493 Stück Rehwild (davon 239 Fallwild, davon wiederum 200 im Straßenverkehr umgekommen). „Das sind die einzigen, die seit vielen Jahren konstant sind“, erklärte der Jagdberater der Stadt.

Gar kein Thema mehr sind übrigens wilde Katzen, die aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2015 nicht mehr geschossen werden dürfen. Auch Wildschweine tauchen nicht in der Jagdstrecke 2016/17 auf.

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