Fünfte Amtszeit für Hammer OB nicht ausgeschlossen

Hunsteger-Petermann wird 66 - Ist noch lange nicht Schluss?

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Gibt womöglich noch 2019 den Startschuss zu einer weiteren OB-Amtszeit: Thomas Hunsteger-Petermann.

Thomas Hunsteger-Petermann, Hamms Oberbürgermeister, wird am heutigen Donnerstag 66 Jahre alt. Legt er jetzt erst richtig los?

Hamm – „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Geht es nach Udo Jürgens, dann ist für Thomas Hunsteger-Petermann „noch lang noch nicht Schluss“. Der Oberbürgermeister der Stadt Hamm wird heute 66 Jahre alt, und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Christdemokrat bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr erneut antritt. Es wäre seine fünfte Amtszeit.

Hunsteger ist seit dem 1. Oktober 1999 Oberbürgermeister. In NRW ist er damit aktuell der Dienstälteste seiner Art. Bis heute folgt der Heessener der Marschroute, die er am Tag nach seiner ersten Wahl mit fast 60 Prozent der Stimmen ausgab: Kollegialer Führungsstil ja - „aber es muss klar sein, dass der OB Chef der Verwaltung ist“.

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One-Man-Show schadet nicht

Aber nicht nur im Rathaus gab und gibt Hunsteger die Richtung vor. Dass die CDU unter ihm zur One-Man-Show wurde, schadete weder ihm noch der Partei. Die Wahlergebnisse sprachen für sich: Seinen Höhepunkt erreichte Hunsteger mit 63,2 Prozent 2009 – drei Jahre nach seiner größten Niederlage, dem Nein zum Lippesee.

Eine solch lange Amtszeit mit so viel Machtfülle kann dazu führen, sich für unersetzlich zu halten und den richtigen Moment des Absprungs zu verpassen. Aber wann ist der richtige Moment? Die Zustimmungswerte für Hunsteger sollen, so hört man aus seiner Partei, in der Bevölkerung weiterhin sehr hoch sein. Umfragen zufolge schneide er deutlich besser ab als Oberbürgermeister in anderen Städten. Also keine Zeichen für Abnutzungserscheinungen und Überdruss nach 20 Jahren?

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Entscheidung im Dezember

Im Dezember will Hunsteger verkünden, ob er das Wagnis einer Wahl nochmals eingehen will. Er habe noch nicht entschieden, beteuert er. Mal denke er so, mal tendiere er in die andere Richtung. Das Hin und Her seiner Gefühlslage hat Gründe: Es drängt sich kein Nachfolger auf. Zudem ist unklar, ob die SPD nicht doch mit ihrem vermeintlich stärksten Zugpferd, Parteichef Marc Herter, antritt.

Andererseits hat Hunsteger viel zu verlieren. Vom Hof gejagt werden will der Sonnenkönig, wie die Grünen ihn mal verspotteten, nicht. Also doch besser Rente mit 67? Udo Jürgens jedenfalls sang vom Rentnerleben...

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