Theaterprojekt zur Berufsorientierung

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Die Schüler der Erich-Kästner-Schule haben beim Theaterprojekt spielerisch erprobt, wie sie sich später in der Arbeitswelt verhalten können. ▪

HEESSEN ▪ „Zukunft fördern“, unter diesem Motto standen zwei Projekttage, an denen 16 Schüler der Erich-Kästner-Schule an einem theaterpädagogischen Berufswahltraining teilnahmen. Am Ende standen kleine Szenen aus dem Arbeitsalltag, die gestern im Jugendzentrum Bockelweg aufgeführt wurden. Dort wurden die Projekttage insgesamt durchgeführt.

Die Schüler sind seit Ende der Sommerferien in der Oberstufe. Schwerpunkt des Unterrichts ist hier die Beruforientierung. Das Theaterprojekt sollte dazu den Einstiegbieten. Die Schüler sollten auf spielerische Weise lernen, sich zu trauen, zum Beispiel nach einem Praktikumsplatz zu nachzufragen, die eigenen Stärken zu zeigen und selbstbewusst in ungewohnten Situationen aufzutreten. Denn all das, wird künftig auf dem Weg ins Berufsleben und später in der Arbeitswelt von ihnen abverlangt werden.

Das Theaterprojekt bot ihnen die Möglichkeit, vieles schon einmal in spielerischer Weise auszuprobieren: sich vorzustellen, Informationen einzuholen, den Umgang mit eigenen Fehlern, sich zu entschuldigen, den Umgang mit Hierarchie, Kritik anzunehmen, aber auch laut und deutlich zu sprechen. Erwünschter Nebeneffekt war die Stärkung des Selbstwertgefühls.

Zur Seite standen ihnen dabei vier Theaterprofis des Wuppertheaters: Leonore Franckenstein, Marcia Ramirer, Gabi Bölke und Michi Kleiber. Das Wuppertheater hat das Konzept entwickelt und bietet in Zusammenarbeit mit der Wuppertaler RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) die Theaterworkshops an. An landesweit 55 Schulen wurden sie bereits durchgeführt. Auch die Stiftung „Partner für Schule“, das kommunale Jobcenter und das Arbeits- und Familienministerium sind beteiligt.

Am ersten Tag standen für die Schüler Vorübungen auf dem Programm. Unter anderem ging es darum, richtig sprechen zu lernen und den Körper richtig einzusetzen. Zudem sollten sie über ihr Auftreten nachdenken.

Starke Entwicklung

in zwei Tagen

Bei der Entwicklung der Szenen wurden erste Praktikumserfahrungen und die eigenen Berufswünsche mit eingearbeitet. Dabei wurde ein Thema, das immer einen kleinen Konflikt beinhaltete, vorgegeben. Darüber improvisierten die Schüler und entwickelten die einzelnen Szenen. Und schließlich trauten sie sich dann, diese kleinen Theaterstücke vor ihren Mitschülern und Gästen im Jugendzentrum aufzuführen.

Dahin zu kommen, war nicht ganz einfach. „Ihr habt die Konflikte aber gut miteinander ausgetragen. Ihr seid ein aufgewecktes Team“, sagte anschließend bei der Manöverkritik Theaterprofi Leonore Franckenstein. Und sie schlug vor, auch in der Schule Konflikte einmal spielerisch zu lösen. „Ihr habt Euch gut auf die Spiele und Übungen eingelassen“, meinte auch Michi Kleiber. „Ihr habt in den beiden Tagen eine sehr starke Entwicklung gemacht“, betonte Marcia Ramirer. „Weiter so, Ihr habt eine gute Energie“, ergänzte schließlich Gabi Bölke.

Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg, bot den Jugendlichen an, das Jugendzentrum nicht nur als Ort der Freizeitgestaltung zu nutzen. Hier gebe es immer auch Hilfen bei Bewerbungen, Behördenangelegenheiten und anderem „Papierkram“. ▪ jim

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