Windradbau geht in die finale Phase

Monster-Kran verleiht Windrädern Flügel: Dann kommen die 70-Meter-Kolosse nach Hamm - Schwertransport

Aufbau des Monsterkrans: Zur bevorstehenden Montage der Großkomponenten wie Maschinenhaus und vor allem der gigantischen Flügel wurde in der Woche vor Pfingsten ein 150 Meter hoher Kran an der Windrad-Baustelle nördlich der A2 aufgebaut.
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Aufbau des Monsterkrans: Zur bevorstehenden Montage der Großkomponenten wie Maschinenhaus und vor allem der gigantischen Flügel wurde in der Woche vor Pfingsten ein 150 Meter hoher Kran an der Windrad-Baustelle nördlich der A2 aufgebaut.

Auf den beiden Baustellen für die neuen Windenergieanlagen in Freiske werden die finalen Arbeiten vorbereitet. In der kommende Woche werden die nächsten Großteile angeliefert, Ende der Woche sollen dann auch die 70 Meter langen Flügel für eines der beiden Windräder über die Autobahn 2, die Unnaer Straße und die Feldwege transportiert werden.

Freiske - Ein riesiger Baukran, wie er bereits beim Aufbau der Turmelemente zum Einsatz kam, ist mittlerweile am Windrad-Standort nördlich der Autobahn angekommen. Die Einzelteile des Krans werden nun zusammengesetzt. Anschließend wird das Monstrum eine Höhe von 150 Metern haben. Das entspricht in etwa der Höhe des Kölner Doms (157 Meter) Beim Zusammensetzen der Turmteile im März dieses Jahres wurde erreichte der damalige Kran „nur“ eine Höhe von 85 Metern.

Am Dienstag nach Pfingsten wird der Kran dann zum Einsatz kommen. Für den 25. Mai ist nämlich die Lieferung der Gondel vorgesehen. Dieser Maschinenraum wird dann an die Spitze des 130 Meter hohen Turms gesetzt. Zum Ende der Pfingstwoche werden die Rotorblätter erwartet. Diese werden mit einem Spezial-Transporter angeliefert. Um die zum Teil engen Kurven nehmen zu können, sind Bereiche der angrenzenden Felder bereits mit Metallplatten ausgelegt.

Testbetrieb der Windräder soll möglichst schnell starten

Die Flügel werden anschließend umgehend an die Gondel montiert, damit die SL Naturenergie als Betreiber der Anlage möglichst schnell mit dem Testbetrieb starten kann. Das Montieren der Flügel startet am Freitag, 28. Mai und wird voraussichtlich zwei Arbeitstage in Anspruch nehmen Allerdings werde es wohl bis Ende August dauern, ehe die erste Anlage tatsächlich in Betrieb genommen werden kann, da erst dann die erforderliche Übergabe-Station für den Strom geliefert werden kann. „Da sind wir leider abhängig von den Lieferanten“, erklärt Projektentwickler Robert Daniels.

Der Riesenkran wird anschließend ein paar hundert Meter auf die andere Baustelle südlich der A2 wandern. Dort wartet er dann auf die Großteile des zweiten Enercon-Windrades. Genaue Termine über die Anlieferung der großen Elemente hatte die SL Naturenergie gestern noch nicht. Das zweite Rad wird in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits existierenden Windrad auf Bönener Gemeindegebiet entstehen. Sobald auch diese Anlage ihre Arbeit aufnimmt, wird das alte Windrad abgestellt und die Anlage schließlich zurückgebaut.

Spektakulärer Schwertransport in Nacht von 27. auf 28. Mai

Der Konvoi mit den drei jeweils 70 Meter langen Flügeln der neuen Windräder wird aller Voraussicht nach in der Nacht vom 27. auf den 28. Mai nach Freiske fahren. Die Rotorblätter werden einzeln transportiert auf Spezialfahrzeugen, die selbst durch eine Teleskopierbarkeit auf eine Länge von über 70 Metern gezogen werden können. Die Fahrzeuge werden über die A2, die Unnaer Straße und den Hellweg zur Baustelle gelangen. Um Platz zu schaffen, müssen unter anderem diverse Ampelanlagen abgebaut werden.

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