Küken wie Dreck entsorgt: Polizei hat offenbar Spuren

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Eines der Bilder, das die gefundenen Tauben zeigt. Weitere lagen WA.de vor, wurden aber nicht veröffentlicht

In Hamm machte Anfang Juni ein Fall von Tierquälerei sprachlos. Inzwischen hat die Polizei erste Ermittlungsergebnisse.

Hamm – 26 Taubenküken wurden Anfang Juni in Hamm zusammen mit ihren Exkrementen in einer kleinen Holzbox entsorgt. Wenig später waren neun von ihnen tot. Die verbliebenen Tiere wurden vom Stadttaubenprojekt Hamm unter riesigem Kraftaufwand gesund gepäppelt, die Polizei übernahm die Ermittlungen wegen Tierquälerei. Inzwischen haben die Beamten erste Ermittlungsergebnisse und sind optimistisch, klären zu können, wie die Tiere in der Box gelandet sind und wo sie herkamen. Weil noch weitere Ermittlungsschritte anstehen, wurden zu Details noch keine Angaben gemacht.

Tierschützer haben einen Verdacht

Die Tierschützer des Stadttaubenprojektes hatten vermutet, dass sich die Elterntiere der toten Küken nach einem Dachschaden unter dem First eines Hauses auf der Südstraße eingenistet und ihren Nachwuchs ausgebrütet hatten. Bei der Reparatur des Daches sollen die teilweise erst einen Tag alten Tiere beseitigt worden sein.

Nach dem Tierschutzgesetz droht dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe in beträchtlicher Höhe.

Tauben immer wieder im Visier

Immer wieder werden Tauben, die von manchen Menschen auch als "Ratten der Lüfte" bezeichnet werden, gequält. im Februar schockierte ein Fund in Hamm-Werries. In einem Futtersack lagen zehn Tote Tauben, denen jeweils ein Bein abgeschnitten oder ausgerissen wurde. Ein elftes Tier überlebte die Tortur und sollte den eigenen Ripper mit einer kuriosen Aktion überführen.

Zwei andere Tauben wurden in Hamm von Projektilen verletzt.

Das Stadttaubenprojekt

Stadttauben sind mit großer Wahrscheinlichkeit überwiegend Nachkommen verwilderter Haus- und Brieftauben. Der Mensch ist also verantwortlich dafür, dass sich so viele von ihnen in den Städten tummeln. Der Verein Stadttaubenprojekt Wesel-Hamm hat sich zur Aufgabe gemacht, die Anzahl der Tiere durch Geburtenkontrolle zu reduzieren. In Taubenhäusern werden dafür die Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Außerdem will der Verein über das Wesen der Tiere und ihre Herkunft aufklären.

Das Stadttaubenprojekt ist auf Spenden angewiesen: Stadttaubenprojekt Wesel-Hamm e.V., Volksbank Hamm, IBAN: DE88 4416 0014 4729 4368 00.

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