Taschendiebinnen sammeln angeblich für Taubstumme

Opfer von fünf jugendlichen Taschendiebinnen wurde ein 81-Jähriger am Montagnachmittag auf dem Hammer Marktplatz.

Zunächst zeigten ihm zwei Mädchen einen Zettel auf einem Klemmbrett, mit dem sie um Spenden für Taubstumme baten. Als er seine Geldbörse herausholte, kamen plötzlich drei weitere junge Frauen von hinten und umarmten ihn stürmisch. Danach gingen alle Verdächtigen eilig weg. Der Mann stellte fest, dass ihm Scheingeld aus dem Portmonee fehlte. Es handelte sich um einen niedrigen dreistelligen Betrag.

Gegen 17:30 Uhr wurden dann auf dem Parkplatz eines Discounters an der Ahlener Straße/Kleine Amtsstraße vier Mädchen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren gemeldet, die Spenden für Taubstumme sammeln wollten. Aufgrund der übereinstimmenden Personenbeschreibungen mit den Tatverdächtigen vom Marktplatz wurden sie mit zur Wache genommen. Das Geld konnte nicht gefunden werden. Nach Personalienfeststellung und erkennungsdienstlicher Behandlung wurden die Mädchen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Ein Strafverfahren ist eingeleitet.

Die Polizei weist noch einmal darauf hin, dass Taschendiebe körperliche Nähe suchen. Sie rempeln ihre Opfer an, verwickeln diese mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch, bieten übersteigerte Hilfsbereitschaft an oder treten durch Beschmutzung der Kleidung ihrer Opfer mit diesen in Kontakt. In all diesen Fällen heißt es vorsichtig zu sein und sich auf nichts einzulassen.

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