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Hammerin wird Kulturreferentin im Kreis Stormarn

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Tanja Lütje ist Nachfolgerin von Friederike Daugelat.
Tanja Lütje ist Nachfolgerin von Friederike Daugelat. © pr

HAMM/KREIS STORMARN -  Sie war die erste Leiterin der Freien Jugendkunstschule in Hamm, mittlerweile hat sie Karriere gemacht: Tanja Lütje, die zu ihren Zeiten in Hamm noch den Nachnamen Muschwitz trug, ist neue Kulturreferentin des Kreises Stormarn – und damit Nachfolgerin von Dr. Friederike Daugelat, die neue Leiterin des Gustav-Lübcke-Museums geworden ist. Sie setzte sich gegen rund 300 Mitbewerber durch.

Von 1997 bis 2000 baute die heute 41-Jährige mit großem Engagement die Freie Jugendkunstschule in Hamm auf. Weil ihr die Stadt seinerzeit keine dauerhafte berufliche Perspektive bieten konnte, wechselte sie nach Bergkamen, wo sie sechs Jahre lang nicht nur als Kulturreferentin tätig war, sondern dort auch das Stadtmarketing der 50 000-Einwohner-Stadt auf Vordermann brachte.

2006 wechselte die heute zweifache Mutter ins niederrheinische Viersen (rund 75 000 Einwohner), 2012 zog sie aus privaten Gründen – ihr Ehemann arbeitet als Arzt in Hamburg – nach Norddeutschland.

In den nordrheinwestfälischen Städten war sie umfassend für alle Einrichtungen der kommunalen Kulturarbeit zuständig. Neben Einrichtungen wie etwa kommunalen Galerien, städtischen Museen, Archiv, Bibliothek und Musikschule lagen ihre Aufgabenschwerpunkte insbesondere in den vergangenen Jahren im Bereich der Programmatik für die darstellende und bildende Kunst.

In der Festhalle Viersen organisierte sie nicht nur Konzerte der klassischen Musik mit Stargeigern wie Nigel Kennedy, David Garrett und Ann-Sophie Mutter, sondern auch das überregional bedeutende Jazzfestival Viersen in Kooperation mit dem WDR. Die Schaffung eines hochwertigen kulturellen Angebotes für Kinder und Jugendliche gehört nicht nur im Bereich der Musik zu den Arbeitsschwerpunkten von Tanja Lütje.

Die studierte Kunst-, Erziehungs- und Kulturwissenschaftlerin hat den Großteil ihres Magister-Studiums im Norden, an der Uni Bremen absolviert. Ein Aufbaustudium für öffentliches Management folgte berufsbegleitend an der Universität Kassel.

„Kultur ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit“, zitiert Lütje Lionel Feininger als ihren Wahlspruch. Ihre besondere Beziehung zur Kinder- und Jugendkultur hat sie sich seit ihren Zeiten in Hamm erhalten: An die Idee einer Jugendkunstschule, die es in dem zwischen Hamburg und Lübeck gelegenen Kreis nocht nicht gibt, würde sie gerne anknüpfen. - san

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