Synode des Kirchenkreises Hamm stärkt Seelsorge

Superintendentin Kerstin Goldbeck leitete die Kreissynode.
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Superintendentin Kerstin Goldbeck leitete die Kreissynode.

Die Synode des Kirchenkreises Hamm hat sich in dieser Woche klar für ein seelsorgliches Profil ausgesprochen und die Wiederbesetzung und Aufstockung der vakanten Seelsorge-Pfarrstelle beschlossen.

Hamm – Die 105 stimmberechtigten Synodalen waren unter der Leitung von Superintendentin Kerstin Goldbeck per Videokonferenz mit dem Synodenstudio in der Jugendkirche Hamm verbunden. Im Mittelpunkt stand zunächst der Bericht der Superintendentin. Weitere Tagesordnungspunkte waren die Wiederbesetzung der Seelsorge-Pfarrstelle und die Zukunft des Pfarrdienstes im Kirchenkreis und seinen Gemeinden.

In ihrem Bericht dankte Superintendentin Kerstin Goldbeck den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen im gesamten Kirchenkreis: „Mit einer ungeheuren kreativen Kraft haben Sie immer neue Angebote erdacht, angepasst, weiterentwickelt, um Menschen zu erreichen, die Botschaft weiterzusagen, um Gottesdienst zu feiern, spirituelle Räume zu eröffnen, um ganz konkrete Alltagshilfe zu leisten, um Menschen in Pflegeberufen zu würdigen, um Trauernde zu begleiten und Seelsorge zu üben.“ Viele Menschen seien zutiefst dankbar für das, was trotz der Einschränkungen durch Corona ermöglicht wurde. „Sie haben gespürt, dass wir vielleicht nicht systemrelevant sind, aber ‚hoffnungsrelevant‘.

Gleichwohl stelle sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, welche Prioritäten die Kirche setzen wolle. „Mein Herz schlägt kräftig für eine Kirche, die nicht schon zu wissen meint, was Menschen nötig hätten“, sagte Goldbeck. „Ich wünsche mir eine aufmerksame und kommunikative Kirche! Eine, die in jedem Kontakt spüren lässt: Du bist von Interesse, du bist wichtig, und die genau darin etwas widerspiegelt von der Menschenfreundlichkeit und Menschenliebe Gottes.“

In diesem Sinne beschloss die Synode mit deutlicher Mehrheit nach eingehender Diskussion, die Pfarrstelle zur Koordination und Entwicklung der Seelsorge im Kirchenkreis auf 100 Prozent zu erhöhen. Die bisherige halbe Pfarrstelle, die seit der Wahl der bisherigen Stelleninhaberin zur Superintendentin im Februar 2020 vakant ist, soll künftig mit einem Stellenanteil für Krankenhausseelsorge verbunden werden.

Weitere Aufgaben werden die seelsorgerliche Ausbildung von Ehrenamtlichen und die Koordination der Notfallseelsorge in der Stadt Hamm sein.

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