SVF hat genug vom Vandalismus und setzt auf Videoüberwachung

Vereint gegen Vandalismus.
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Vereint gegen Vandalismus: Erdal Gülerbasli, Nicole Farwick (beide Safe24, von links), Werner Nölke (SVF Herringen), Deniz Durmus (Safe24), Heiner Steinkuhle und Franz-Josef (beide SVF) sowie Rolf Schmersträter, Peter Scholz und Kai Heitmann (alle CDU).

Der SVF Herringen hat aus den nächtlichen Besuchen auf seinem Vereinsgelände und den damit teilweise verbundenen Vandalismusschäden Konsequenzen gezogen und fünf Überwachungskameras installiert.

Herringen - Der SVF-Vorsitzende Franz-Josef Krych und seine Mitstreiter hoffen nun, die Probleme „endlich in den Griff zu bekommen“. Die hatten bereits 2020 angefangen. Bis zum Frühjahr dieses Jahres hatten ungebetene Gäste unter anderem eine Pumpe zur Bewässerung der Rasenplätze zerstört und das Dach des Jugendcontainers beschädigt.

Der Verein wandte sich danach an die Polizei, den WA und schließlich auch an die Bezirksvertretung, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Neben dem Vandalismus auf dem Vereinsgelände waren das auch die Zustände auf der Schachtstraße, wo sich die Anwohner im nördlichen Bereich zunehmend von der Poserszene gestört fühlten.

Herringens Bezirksbürgermeister Klaus Alewelt sagte in der Juni-Sitzung zu, dass man sich, sobald es die Pandemie zulässt, mit den Vereinen und Anwohnern zusammensetzen werde, um nach einer Lösung zu suchen. „Doch bis heute haben wir nichts von der Bezirksvertretung gehört“, zeigte sich Werner Nölke vom Gebäudemanagement beim SVF Herringen enttäuscht.

Vandalen und Poser

Im Frühjahr hatte der SVF sich an die Öffentlichkeit gewandt und auf die Probleme rund um das Vereinsheim an der Schachtstraße aufmerksam gemacht – und das, obwohl das gesamte Vereinsgelände eingezäunt ist. Mal warfen ungebetene Gäste Gartenmöbel durch die Gegend, mal wurden Gegenstände wie eine Pumpe, ein Dach, das Zufahrtstor und Schilder zerstört oder beschädigt. Eine Zeit lang sei auch die Zufahrt zum Vereinsgelände durch wild parkende Autos blockiert worden, deshalb forderten Verein und Anwohner, dass sich Stadt und Politik nicht nur um die südliche, sondern auch um die nördliche Schachtstraße kümmern sollten.

Kein Verständnis dafür hatte auch CDU-Ratsherr Peter Scholz. Die Probleme seien seit Monaten bekannt. Da könne man erwarten, dass dem Verein seitens der Bezirksvertretung geholfen und mit ihm gesprochen werde, sagte er erneut in Richtung Koalition. Schon vor Monaten habe die CDU gefordert, dass die BV zeitnah ein Gespräch mit Anwohnern und Vereinen führen müsse.

Alles im Blick: Nach wiederholtem Vandalismus hat der SVF Herringen mehrere Überwachungskameras installiert.

Sponsor unterstützt Außenüberwachung

Doch dazu ist es bislang nicht gekommen. Da der Verein aber nicht länger abwarten wollte, hat er Kontakt zur Firma Safe24 aufgenommen und die Möglichkeit einer Videoüberwachung des Bereichs rund um das Vereinsheim erörtert. Ein solche gibt es schon seit einigen Jahren im Vereinsheim. Nach zwei Einbrüchen habe die Versicherung geraten, dort eine Überwachungskamera zu installieren. „Und seitdem haben wir Ruhe“, so der Vorsitzende. Mit eigenen Mitteln und der Hilfe eines Sponsors habe man jetzt auch die Außenüberwachung einrichten können.

Beim SVF hofft man vor allem, dass diese eine abschreckende Wirkung hat und man in Zukunft von Vandalismusschäden verschont bleibt. Sobald sich im Sichtbereich der Kameras etwas tut, beginnt diese aufzuzeichnen. Vorstandsmitglieder des SVF haben Zugriff auf die Kameras und können sehen, was sich auf ihrem Gelände tut. Möglich sei auch eine Alarmierung, wie Nicole Farwick, Geschäftsführerin von Safe24, erklärte. Davon habe der SVF aber zunächst einmal Abstand genommen. Denn eine Alarmierung erfolge auch dann, wenn Hasen oder andere Tiere ins Blickfeld der Kameras geraten – also alles, was sich bewegt.

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