Neuer Blitzer-Standort Südstraße: So lief die Premiere

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Weil viele Autofahrer die Schilder angeblich nicht wahrnahmen, wurden im April 2019 auch große 20-Lettern auf die Straßen rund um das Haus Vorschulze gemalt. Wirklich geholfen hat es bislang nicht.

Kann die Stadt Hamm die Verkehrsgefahren rund um das Kino schon auf der Meile entschärfen? Ein neuer Blitzerstandort mit Zukunft hätte jedenfalls das Potenzial dafür.

Hamm - Am vergangenen Freitag hatte die Stadt ihr mobiles Blitzgerät erstmals auf der Südstraße in Höhe von Haus Vorschulze platziert. Als Grund für diese Premiere nennt Stadtsprecher Tobias Köbberling Beschwerden über nicht angepasste Geschwindigkeit, insbesondere im Bereich des Pflegezentrums. Etwa auf dieser Höhe beginnt die Tempo-20-Zone, die vor etwa vier Jahren eingerichtet wurde und sich von dort weiter in die Königstraße zieht, einmal an den großen Parkplätzen und einmal am Kino vorbei. Letzteres ist jener Bereich, der zum zeitweilig viel diskutierten Blitzerdauerbrenner mit bedauerlich hoher Trefferquote wurde.

Am 17. Juli 2020 registrierte das Messgerät während des dreistündigen Einsatzes zwischen 7 und 10 Uhr 433 Fahrzeuge, von denen tatsächlich 59 schneller unterwegs waren als dort erlaubt. Alle Verfehlungen blieben jedoch im unteren Statistikbereich hängen: 47 Fahrer blieben unter 30 km/h und weitere 12 höchstens 35 km/h unterwegs. Daraus errechnet sich eine Verstoßquote von knapp 14 Prozent. Zum Vergleich: Am Kino liegt sie seit dem Start im Herbst 2018 Monat für Monat zwischen 23 und knapp über 30 Prozent.

Gleichwohl sieht die Stadt auch den neuen Messpunkt auf der Südstraße als relevant an. Das Messergebnis von Freitag habe den Eindruck der Beschwerdeträger bestätigt, bewertet Stadtsprecher Köbberling die Aktion. Und er kündigt an: "Weitere Einsätze werden folgen."

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