Verbot

Vielen noch egal: Südstraße und „Meile“ für Autofahrer gesperrt - Baken aufgestellt

Freuen sich über die Sperrung der Südstraße: Vertreter der Ampelkoalition, der Meilen-Wirte und des Marien-Hospitals.
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Freuen sich über die Sperrung der Südstraße: Vertreter der Ampelkoalition, der Meilen-Wirte und des Marien-Hospitals.

[Update] Wie angekündigt ist auf Bestreben der Ampelkoalition die Südstraße für den Autoverkehr gesperrt worden. Am ersten Tag interessierte das aber noch fast niemanden.

Update, 9. September, 15.22 Uhr: Im Zuge der Umleitungs- und Sperrmaßnahmen für das große Kulturfest „h4“, das am Wochenende in weiten Teilen der Innenstadt stattfindet, ist ein Befahren der Südstraße aktuell ohnehin nicht möglich. Am Donnerstag wurden von der Stadt Sicherheitsbaken aufgestellt.

Seit Donnerstag: Für das Kulturfest „h4“ wurden Sicherheitsbaken aufgestellt.

Hamm - Seit Mittwoch ist die Südstraße ab dem Ostenwall und bis zum Marktplatz mit Ausnahme der Kreuzung mit der Königstraße komplett für den Autoverkehr gesperrt. Nur noch der Lieferverkehr (7 bis 12 Uhr) und Fahrräder dürfen einfahren.

Vertreter der Ampelkoalition, der Meilen-Wirte und vom St.-Marien-Hospital begutachteten am Mittwoch die neuen Straßenschilder, die auf das Durchfahrt-Verbot hinweisen. Einzig: Kaum jemand hielt sich am ersten Tag daran. „Da muss man auch schon genau hingucken“, sagte SPD-Fraktionschef Justus Moor mit Blick auf die Schilder.

Verwirrende Verkehrssituation vor der „Meile“

Er erwarte noch deutlichere Markierungen und Hinweisschilder rund um die neuen Vorschriften an dem Nadelöhr in die Innenstadt. Aufgrund der aktuellen Einrichtungen dürfte die Verwirrung groß sein bei vielen Pkw-Fahrern. So ist beispielsweise auf Höhe des Ostenwalls noch ein „Geradeaus“-Pfeil aufmarkiert, der die Autofahrer weiter in Richtung Meile leitet.

Ein „Geradeaus“-Pfeil leitet die Autofahrer weiter auf den gesperrten Teil der Südstraße.

An der Stelle ereignete sich nach WA-Informationen kurz nach dem Aufstellen der Schilder bereits ein Auffahrunfall. Ein Fahrzeug mit Dortmunder Kennzeichen hatte vom Ostenwall kommend zurückgesetzt, als der Fahrer die neue Sperrung bemerkte - und kollidierte mit einem dahinter wartenden Auto.

Hier kam es am Mittwoch zu einem kleinen Unfall: Vom Ostenwall kommend ist nicht beschildert, dass man nur noch nach links abbiegen darf.

Bauliche Veränderungen aus Ausweisung als Fußgängerzone

Langfristig sollen auch bauliche Veränderungen helfen, das Verbot durchzusetzen. Denkbar sei eine abknickende Vorfahrt und eine kleine Kante, die aber kein Hindernis für Radfahrer darstellen soll, erklärte Moor. Das Endziel sei die Ausweisung des Bereichs als Fußgängerzone. Davon würden auch die ansässigen Gastronomen profitieren.

Kontrollen des Durchfahrt-Verbots seien in Zukunft denkbar. „Das muss sich aber natürlich erst einmal herumsprechen. Am Mittwoch hätte man da noch richtig Asche machen können. Deshalb ist es gut, dass es kein harter Schnitt ist“, so Moor.

Die Zufahrt zum Haupteingang des Marienhospitals erfolgt nun unterdessen über die Sternstraße. Das ist etwa wichtig für Taxifahrer oder Begleitungen von Patienten, die nicht mehr eigenständig laufen können und so bis vor die Tür gefahren werden müssen. Dafür wurden dort Poller entfernt, sodass der Weg bis direkt vor den Eingang frei ist.

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