Bewegung auf der Südstraße: Bistro „9zehn“ folgt auf veganes Café „Veganalina“

Hamm Katja Köckmann eröffnet Bistro im ehemaligen Veganalina; Gespräch mit den Betreibern; Ladenlokal Südstraße
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Im Blaumann: Katja Köckmann renoviert das Ladenlokal komplett, bevor „9zehn“ Ende November eröffnet werden soll.

Mit ihrer „wandelBAR“ sind Katja Köckmann und Thorsten Thiele seit Jahren auf dem Wochenmarkt und bei privaten Anlässen vertreten. Jetzt erfüllen sich die beiden den lang gehegten Traum von einer „stationären“ Cafébar. Ende November werden sie das „9zehn“ auf der Südstraße eröffnen.

Hamm – „9zehn“ – dahinter steckt die Hausnummer, in der sich bisher das „Veganalina“ befand. Hier setzt Köckmann als Inhaberin nun ihre eigene Café-Idee um. Eine Fortführung des veganen Konzepts von Vorgängerin Alina Rüter wird es nicht geben. Stattdessen will die neue Betreiberin Kaffeespezialitäten, eine ausgesuchte Weinkarte, wechselnden Mittagstisch mit marktfrischen Zutaten, Kuchen und Süßes zum Kaffee, aber auch herzhafte Kleinigkeiten zu Wein oder Gin Tonic anbieten. „Wir sehen uns ein wenig in der Tradition eines klassisch französischen Bistros im besten Sinne“, sagt Köckmann.

französisches Bistro im „Industrial Look“

Momentan laufen die Renovierungs- und Umbauarbeiten. „Es wird hier nichts mehr so sein wie vorher“, so die Inhaberin. Eine neue, nach hinten versetzte Theke, neues Kühlsystem, neue Küchengeräte, neues Mobiliar, neue Luftreinigungsanlage und neue WCs: Köckmann und Thiele belassen es nicht bei Makulatur, sondern investieren in ihre Geschäftsidee. Eine Wohlfühloase solle es werden und das Ganze im „Industrial Look“: Wände in einem Petrol-Ton, Upcycling-Elemente, ein gemütliches Ambiente, das viel Ruhe ausstrahlt. Auch im Außenbereich will Köckmann das ganze Jahr über Plätze anbieten.

Geöffnet sein soll das „9zehn“ morgens ab 10 Uhr und bis zum frühen Abend. Der Mittwoch schwebt Köckmann mit längeren Öffnungszeiten als Studententag vor, und auch am Wochenende will sie an einem Tag länger offenhalten – vorausgesetzt die aktuelle Entwicklung lässt das zu.

Eröffnung zu Corona-Zeiten: Von Bekannten für wahnsinnig erklärt

Ausgerechnet zu Corona-Zeiten einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen sei schon eine Herausforderung, sagt Köckmann, und von Bekannten sei ihr auch ein gewisses Maß an Wahnsinn bescheinigt worden, doch die Inhaberin ist zuversichtlich und glaubt, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Chancen und Möglichkeiten liegen. Sie ist überzeugt von den Räumlichkeiten des Ladenlokals, alle Schutzmaßnahmen bestens erfüllen und den Gästen ein zugleich sicheres und schönes Ambiente bieten zu können.

Ihre „wandelBAR“ auf dem Samstagsmarkt werden Köckmann und Thiele weiter betreiben. „Der Markt ist inzwischen ein Treffpunkt geworden“, sagt Katja Köckmann. Sie glaubt an eine gute Wechselwirkung zwischen Markt und Cafébetrieb. „Die ,9zehn’ ist kein Ersatz, sondern eine Erweiterung des Betriebes“, sagt sie. Die Hausnummer 19 schreibt nun ein neues Kapitel: Vor „Veganalina“ befand sich hier „Nina’s Café Klatsch“, das „Tijuana“, der „Queen’s Pub“ und das „Cappuccino“.

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