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Sturmtief „Antonia“ über Hamm: Dolberger Straße wieder frei

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Von: Markus Hanneken

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[Update 13.50 Uhr] „Antonia“ ist da: Hamm hat die dritte Sturmnacht binnen weniger Tage hinter sich. Hat sie ähnliche Probleme bereitet wie Ylenia und Zeynep? Nein, aber sie macht trotzdem immer noch Arbeit.

Update, 21. Februar, 18.00 Uhr: Feuerwehr und Polizei haben nach der weitgehenden Erledigung der Aufräumarbeiten nach „Antonia“ ein Fazit gezogen. Demnach habe es nach dem letzten von drei Stürmen innerhalb weniger Tage insgesamt deutlich geringere Einsatzzahlen gegeben als bei den beiden Vorgängern.

Nur kleinere Einsätze - etwa zur Absicherung wegen gefallener oder kippender Bäume - seien verzeichnet worden. Auch die Dolberger Straße wurde nach dem Ende der Sicherungsmaßnahmen am späten Nachmittag wieder freigegeben.

Die Warnung, Wälder zu betreten bleibt aktuell weiter bestehen. Durch Windböen könnten weiterhin Äste abbrechen oder durch die Stürme geschwächte Bäume umstürzen. Von diesen solle Abstand gehalten werden, hieß es vonseiten der Einsatzkräfte.

„Antonia“ in Hamm: Fallende Fassadenplatten und umgekippte Bäume

Hamm - Nach einer weiteren stürmischen Nacht mussten Polizei und Feuerwehr am Montagmorgen zur Südstraße ausrücken: Fassadenplatten des Universa-Hochhauses waren abgebrochen und auf die Straße gefallen. Der Ostenwall wurde zwischenzeitlich zwischen der Südstraße und der Antonistraße gesperrt. Inzwischen ist noch der Gehweg dort gesperrt. Auch am Cinemaxx - also ganz in der Nähe - wurde ein Teil der Fassade abgerissen. Aktuell ist die Dolberger Straße in Höhe des Hospizes am Roten Läppchens komplett gesperrt. Dort ist ein Baum auf die Straße gefallen. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort, eine Fachfirma kümmert sich um den Schaden.

Jede Menge Kleinholz liegt vor dem Hospiz.
Jede Menge Kleinholz liegt vor dem Hospiz. © Rother

Alles in allem war die Nacht von Sonntag auf Montag zum Glück weit weniger aufregend als zuvor durch Ylenia auf Donnerstag und durch Zeynep auf Samstag.

Insgesamt acht sturmbedingte Einsätze sei die Feuerwehr gefahren, sagte ihr Sprecher Wolfgang Rumpf am Vormittag auf Nachfrage. Da erneut Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h erwartet wurden, sei man im (verkleinerten) Stab erneut gut vorbereitet gewesen. Aber offenbar war „alles, was ohnehin wackelig war, vorher schon umgefallen“, so Rumpf. Wegen umgefallener Bäume war die Feuerwehr am Montagmorgen unter anderem zur Zufahrt des Schlosses Oberwerries und zur Straße An der Geinegge gerufen worden. In der Nacht ging es zum Beispiel zur Dolberger Straße und Lipperandstraße.

Bei der Polizei wurden insgesamt acht von „Antonia“ verursachte „Gefahrenstellen“ verzeichnet, die „mit eigenen Mitteln“ beseitigt wurden, so Behördensprecher Malte Gerwin. Womöglich würden noch Schäden nachgemeldet.

Der jüngste Sturm hat am Universahaus Fassadenteile abgerissen.
Der jüngste Sturm hat am Universahaus Fassadenteile abgerissen. Die Feuerwehr war hier im Einsatz, zur Sicherheit bleibt der Fußweg bis auf Weiteres gesperrrt. © Knippenkötter

Sturmtief Antonia über Hamm: Busse und Bahnen

Die Linienbusse sind im Stadtgebiet weitgehend planmäßig unterwegs. Allerdings könne es im Tagesverlauf noch Verzögerungen geben, „weil doch einige Äste und Ziegel fliegen“, hieß es am Morgen aus der Leitstelle der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke.

Bei der Bahn gibt es derweil noch einige Verspätungen. Wer ab Hamm mit der Bahn fahren möchte oder muss, sollte sich über mögliche Verspätungen oder Ausfälle informieren. Mit einem Klick auf diesen Link sehen Sie die brandaktuellen Zeiten am Hauptbahnhof.

Am Möbelhaus Höffner wurde wegen des weiterhin stürmischen Wetters der heutige Impfmobil-Einsatz um 12.30 Uhr beendet.

Die städtischen Spiel- und Bolzplätze sowie Friedhöfe bleiben mindestens bis Mitte der Woche gesperrt. 

Sturmtief Antonia über Hamm: DWD warnte erneut

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Sonntag vor neuen Unwettern durch „Antonia“ gewarnt; es könnten Orkanböen auftreten. Noch immer pustet sie ordentlich, immer wieder gepusht durch Böen. Begleitet von teils kräftigen Regenschauern soll das bis in den Montagnachmittag hinein noch so bleiben.

Experten warnen seit Beginn der Sturmserie dringend davor, während und nach dem Sturm Wälder und bewaldete Bereiche zu betreten. Durch die lange Regenperiode der letzten Wochen könnten Waldböden aufgeweicht sein. Wurzeln hätten daher weniger Halt im Boden und könnten im Sturm leichter umfallen. Durch die Dürrejahre und den Borkenkäferbefall bedingt können Äste schneller herausbrechen und Bäumen schneller umstürzen. Außerdem gilt: Mit Bäumen versperrte Wege sind oft nicht passierbar und müssen erst aufwändig freigesägt werden.

Müssen Arbeitnehmer trotz Sturm pünktlich im Betrieb sein? Und müssen Kinder in die Schule? Rechte und Pflichten bei einer Sturmlage im Überblick.

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