1. wa.de
  2. Hamm
  3. Stunikenmarkt

Hammer Kirmes-Park ohne 3G, aber mit vielen Besuchern möglich

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Markus Hanneken

Kommentare

Erstmals in Hamm am Start: der „Ghost Rider“.
Erstmals in Hamm am Start: der „Ghost Rider“. © Löffelhardt

Auch in diesem Jahr fällt der Stunikenmarkt in Hamm aus. Am Sonntag startet stattdessen der Hammer Kirmes-Park als „Pop-up-Rummel“. Es sieht so aus, als sei das mehr als ein starker Ersatz.

Hamm - Nein, Uwe Röhrig ist nicht neidisch auf die Schausteller, die in Soest im November die Allerheiligenkirmes wie gehabt in der Innenstadt aufbauen dürfen. Tatsächlich freut sich der langjährige Vorsitzende des Hammer Schaustellervereins „Hand in Hand“ zwar über die vor wenigen Tagen getroffene Entscheidung, er blickt aber angesichts der unklaren Pandemie-Entwicklung skeptisch auf die anstehende Umsetzung des Rummel-Klassikers, der untrennbar mit Menschenmassen und Alkohol verbunden ist. „Ich würde eine solche Verantwortung nicht übernehmen wollen“, sagt Röhrig. „Das wäre das falsche Signal.“

Der 63-jährige Kirmes-Profi freut sich stattdessen spürbar entspannt auf den „Kirmes-Park“, der am kommenden Sonntag für 15 Tage auf dem großen Platz vor den Zentralhallen an den Start gehen und den Corona-bedingt abgesagten „Stunikenmarkt“ ersetzen wird. Dass der Rummel wie vor einem Jahr, als Hamm plötzlich zum bundesweit bekannten Superhotspot wurde, verfrüht gestoppt werden könnte, sieht Röhrig nicht. Allzu stark unterschieden sich die Voraussetzungen diesmal von jenen damals, noch dazu habe die Landesregierung den Schaustellern erst kürzlich weitere Fesseln abgenommen.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich das an folgenden Vorgaben: Bis zu 2499 Besucher dürfen sich zeitgleich auf dem Kirmes-Park-Gelände aufhalten, ohne dass die bekannte 3G-Regel (genesen, getestet, geimpft) greift. Um diese Zahl nicht zu sprengen, wird am Ein- bzw. Ausgang sorgfältig geklickt und gegengerechnet. Auf der „Stunikenmarkt“-Facebookseite informiert eine Besucherampel wie schon im Vorjahr über die aktuelle Auslastung. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag die zulässige Besucherzahl anfangs nur bei gut der Hälfte, kurz vor dem Aus sogar nur noch bei 800.

Kirmes-Park statt Stunikenmarkt 2021: riesige Wildwasserbahn

Während Größe und Stellfläche den Daten des Vorjahres entsprechen, hat Röhrig eine schlechte Nachricht, aber auch zwei gute. Die schlechte zuerst: Das eigentlich erwartete Riesenrad wird diesmal nicht dabei sein, weil der Betreiber aus nachvollziehbaren Gründen eine lukrativere Festvermietung in Süddeutschland annahm. Als familientauglicher Ersatz wurde die „Twister“-Variante „Flying Swing“ gebucht. Eigentliches Highlight dürfte die „Poseidon“-Wildwasserbahn sein. Dem Kirmes-Chef zufolge ist es das deutschlandweit größte mobile Angebot dieser Art. „In der Innenstadt hätten wir die Bahn nicht aufbauen können“, freut sich Röhrig. Mit dem „Ghost Rider“ von Löffelhardt wird zudem ein spektakuläres Überschlagfahrgeschäft erwartet, das noch nie in Hamm zu Gast war.

Die „Poseidon“ gilt als größte mobile Wildwasserbahn Deutschlands.
Die „Poseidon“ gilt als größte mobile Wildwasserbahn Deutschlands. © Heitmann

Insgesamt werden im Kirmes-Park sechs große Fahrgeschäfte und drei Kinderkarussells aufgebaut. Die Gesamtzahl der Angebote liegt damit bei knapp 40. Beim Stunikenmarkt sind es in der Regel rund 90.

Kirmes-Park statt Stunikenmarkt 2021: Öffnungszeiten und mehr

Bei aller Vorfreude weist Uwe Röhrig darauf hin, dass natürlich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten: So muss im Eingangsbereich, in Warteschlangen, vor Fahrgeschäften und auf Karussells eine Maske getragen werden.

Auch interessant

Kommentare