Der Umwelt zuliebe

Streusalz verboten: Diese Alternativen sind bei glatten Gehwegen in Hamm erlaubt

Rutschgefahr Glatteis
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Achtung, Rutschgefahr: Um Gehwege vom Glatteis zu befreien, gibt es keine verschiedene Möglichkeiten. Nicht erlaubt ist das Streuen von Salz.

Vereiste Scheiben, vereinzelt auch glatte Wege. Die ersten Wintervorboten haben Hamm erreicht. Wer den Gehweg von Glatteis befreien möchte, muss auf Streusalz verzichten.

Hamm – In den derzeitigen Nächten um den Gefrierpunkt mussten bereits einige Hammer ihren Winterdienstpflichten nachkommen. Am Donnerstagmorgen hatte der Eiskratzer Hochkonjunktur. Bei Glätte müssen die Bürger die Gehwege vor den Grundstücken streuen. Was sie beachten müssen: Sie dürfen kein Streusalz verwenden.

„Salz auf Gehwegen würde Pflanzen, Tiere, Grundwasser und Umwelt belasten“, erklärt Reinhard Bartsch, Betriebsleiter des ASH (Abfallwirtschaft und Stadtreinigung), den Hintergrund des Verbotes von Streusalz auf Gehwegen. Dieses ist in der Straßenreinigungssatzung verankert und erlaubt den Einsatz von Salz im privaten Bereich ausdrücklich nur bei besonderen Gefahrenstellen, wie auf Rampen, Treppen und Steigungsstrecken oder bei Eisregen. Auf Baumscheiben und Grünflächen ist der Einsatz von abtauenden Mitteln grundsätzlich verboten. 

Glatteis in Hamm: Umweltfreundliche Alternativen zum Streusalz

„Die Umwelt hat bei dieser Regelung absoluten Vorrang“, erläutert Bartsch und verweist auf Alternativen: Dazu zählen etwa Sand, feiner Splitt oder Granulat. „Diese Mittel sind umweltfreundlich und haben gleichzeitig eine abstumpfende Wirkung. Sie lassen sich auf kleinen Bereichen gut ausbringen und können nach der Glätte wieder zusammengefegt und nochmals verwendet werden.“

Anders sieht es bei insgesamt 457 Kilometer Straßen und 43 Kilometer Radwegen aus, die der ASH in kurzer Zeit verkehrssicher machen muss. Er nutzt hierbei die Feuchtsalztechnik, die eine niedrige Dosierung von Salz und eine gute und längere Bodenhaftung ermöglicht. „Sie bietet für unseren Winterdienst ein Maximum an Sicherheit bei einem Minimum an Streusalz. Je nach Witterungsbedingung kommen wir mit nur 5 bis 10 Gramm Salz pro Quadratmeter aus. Diese geringe Dosierung ist beim Streuen per Hand nicht zu schaffen“, resümiert Bartsch.

Auch in der kommenden Nacht ist in Nordrhein-Westfalen laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes mit leichtem Frost zu rechnen. Wie sich das Wetter in den kommenden Wochen entwickelt und wie die Chancen auf Schnee an Weihnachten stehen, dazu trifft Wetter-Experte Dominik Jung eine Vorhersage.

Informationen zum Winterdienst sind erhältlich auf der Website des ASH oder an der ASH-Hotline unter Telefon 17-8282.

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