Marokkaner zu langer Haftstrafe verurteilt

Streit um Vormacht im Hammer Drogenrevier?

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Symbolbild

Hamm - Wegen mehrerer, teils bewaffneter Übergriffe auf guinesische Staatsangehörige ist ein 24-jähriger Marokkaner vor dem Hammer Schöffengericht zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden.

Zu den insgesamt vier Taten war es zwischen Juni und Juli 2017 gekommen. Die Tatorte lagen im Bahnhofsquartier beziehungsweise an der Viktoriastraße. Möglicherweise ging es dabei um Revierstreitigkeiten im Drogenmilieu, was aber in dem Prozess nicht nachgewiesen werden konnte.

In wechselnder Begleitung von zwei Landsleuten, die beide noch während das Ermittlungsverfahren lief in ihre nordafrikanische Heimat abgeschoben worden waren, hatte der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichts die Taten verübt. Dabei wurden Messer und Bierflaschen als Waffen eingesetzt. Einem der insgesamt fünf Opfer wurde mehrfach mit einem Messer ins Bein gestochen. Der aus Guinea stammende Mann musste über mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

Der Angeklagte hatte zuletzt eine Ersatzfreiheitsstrafe (Ablauf im November) abgesessen und davor in Drensteinfurt gewohnt. Nach seinen Worten befindet er sich seit Ende 2014 in Deutschland. Sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen, teilte er dem Vorsitzenden Richter mit.

Im Gericht wurde gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl veranlasst. Das Urteil wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt.

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