Baustellen über Baustellen: Autofahrer brauchen in Hamm starke Nerven

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Hamm - Ahornallee: gesperrt. Birkenallee: auch. An der Östingstraße ist seit Monaten kein Durchkommen, an der Münsterstraße seit ein paar Tagen.

Wer über die Otto-Brenner-Straße fahren muss, wartet an einer Baustellenampel, wer die Soester Straße nimmt, ebenfalls. Und an der Weetfelder Straße stehen Autofahrer vor einer Sperre, dort mussten dringend Rohre verlegt werden. Es scheint, als sei ganz Hamm eine Baustelle. 

Ist ganz Hamm eine Baustelle?

„Ja, es ist viel derzeit“, sagt ein Stadtsprecher. Nicht nur die Stadt baut, auch Lippeverband, Stadtwerke, Straßen NRW, die Deutsche Bahn und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bauen die Hammer Infrastruktur derzeit um. 

Und kommen sich dabei manchmal in die Quere. Pelkum zum Beispiel war in der vergangenen Woche durch Baustellen auf Kamener, Moltke-, Östing- und Weetfelder Straße fast abgeriegelt – so empfanden es viele Autofahrer zumindest.

Wo wird in Hamm gebaut?

Das sind die aktuellen Baustellen: 

  • Ahorn- und Birkenallee, Caldenhofer Weg (Straßen NRW), bis Ende Juli

  • Auf der Geist zwischen Wilhelm-Liebknecht- und Lohauserholzstraße (Stadt Hamm), bis Oktober 
  • Bülowstraße zwischen Hugo-Echternkamp-Weg und Ortsgrenze (Stadt Hamm), bis 2019

  • Moltke- und Hans-Sachs-Straße (Stadt Hamm), bis 2019
  • Münsterstraße zwischen Op‘n Spitol und Westberger Weg (Stadt Hamm), bis Ende Juli

  • Östingstraße zwischen Klutestraße und Eisenbahnbrücke (Stadt Hamm), bis 2019

  • Otto-Brenner-Straße zwischen Hobrecker- und Wilhelmstraße (Stadt Hamm), bis Oktober

  • Weetfelder Straße zwischen Röttgersbank und Wasserfall (Lippeverband/Stadtwerke), bis Ende der Woche
  • Friedrichstraße, bis Ende der Woche

Werden die Baustellen koordiniert? 

Die Stadt muss Sperrungen genehmigen und plant Umleitungen. Dabei könne man nicht alles optimal koordinieren, sagt der Sprecher. Verzögerungen im Bauablauf könnten zu Überschneidungen von Baustellen führen. 

Doch weil eine Baustelle später fertig werde als geplant, könne man andere Arbeiten nicht verschieben. Man spreche im Vorfeld mit den anderen Bauträgern, habe jedoch keine großen Spielräume. 

Warum wird nicht in den Ferien gebaut? 

„Wir haben ein dickes Paket abzuarbeiten“, sagt der Stadtsprecher. „Das geht nicht nur in den Sommerferien.“ Arbeiten in den Sommerferien böten sich an, weil dann in der Regel weniger Autos unterwegs seien. Aber man könne nicht alles in den Ferien machen, schon allein wegen der Verfügbarkeit der Baufirmen. Außerdem lägen derzeit viele Maßnahmen an, die sich über mehr als ein Jahr erstrecken. Da werde durchgehend gebaut, solange die Witterung es zulasse. 

Wo läuft es nicht so gut? 

An der Münsterstraße. Das sieht auch die Stadt so. Dort wird die Fahrbahn nördlich der Eisenbahnbrücke saniert. Eine Umleitung in Richtung Norden führt im weiten Bogen über Seeburger Straße, Heessener Straße und Sachsenring. Viele Autofahrer versuchen es aber mit der deutlich kürzeren Strecke über Westberger Weg und Riemerskamp, wo nach Vorstellungen der Stadt nur Anwohner langfahren sollen. Der Durchgangsverkehr steht trotzdem dort und staut sich vor der Ampel. 

Was tut die Stadt dagegen? 

Die Geradeausspur auf der Münsterstraße nach Norden wurde schon gesperrt, um die Zufahrt zum Westberger Weg zu erschweren. Geholfen hat es wenig. Die Stadt setzt darauf, dass die Autofahrer einsehen, dass es über den Westberger Weg länger dauert als über die offizielle Umleitung. 

Läuft es auch irgendwo gut? 

Auf der Soester Straße bilden sich wegen der Sperrung von Ahorn- und Birkenallee zwar längere Staus, das große Chaos ist im Hammer Osten aber ausgeblieben. Und an der Kamener Straße sind die jahrelangen Arbeiten beendet.

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