Dieses Jahr noch ohne Parade

Straßenfest für Vielfalt und Toleranz: Mini-Christopher-Street-Day in Hamm

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Freuen sich auf den „1. bunten Hammer“ von links: Martin Enders Aidshilfe, Christina Vetter Werkstadt für Demokratie und Toleranz, Ben Böhm alias Lady Sarafina.

Hamm - Den Christopher-Street-Day nach Hamm holen – dieses Ziel haben sich Christina Vetter von der Werkstadt für Demokratie und Toleranz, Martin Enders von der Aidshilfe Hamm und Ben Böhm alias Lady Sarafina gesetzt. Gemeinsam mit der Stadt Hamm organisieren sie das Straßenfest „1. Bunter Hammer – Lust auf Menschlichkeit“, das am Samstag, 16. Juni, auf dem Willy-Brandt-Platz stattfindet.

„Überall im Umkreis gibt es einen Christopher-Street-Day, nur hier in Hamm bisher nicht“, sagt Christina Vetter. „Wir wollten dennoch klein starten. Die Leute sollen sehen, was für bunte Menschen es in Hamm gibt“, so die Organisatorin weiter. Anstelle einer großen Parade und Demonstration, soll es daher zunächst ein familiäres und gemütliches Straßenfest mit Bühnenprogramm und Informationsständen geben.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Vielfalt und Toleranz. Von 14 bis 18 Uhr können die Besucher auf dem Bahnhofsvorplatz dort unter anderem Gesang, Tanz und eine Travestieshow sehen, sich austauschen und an den unterschiedlichen Ständen informieren. „Wir freuen uns, dass sich bereits ein paar Parteien angemeldet haben, die über queer-politische Themen informieren wollen, wie beispielsweise das dritte Geschlecht im Personalausweis“, so Vetter.

Hunderttausende beim Christopher-Street-Day-Umzug in Köln

Mit dem Fest wollen die Organisatoren auf die Vielfältigkeit aufmerksam machen, die es in Hamm gibt und Berührungsängste abbauen. „Es geht um Liebe, Menschlichkeit, Frieden und Harmonie“, so Vetter. „Obwohl es in Hamm viele Schwule und Lesben gibt, sieht man sie hier nur sehr selten händchenhaltend über die Straße gehen. Was ich sehr schade finde, denn in anderen Großstädten ist das anders“, so Ben Böhm, der als Lady Sarafina gemeinsam mit Christina Vetter die Moderation des Bühnenprogrammes übernehmen wird.

Wird das Fest gut angenommen, wollen die Veranstalter im kommenden Jahr den nächsten Schritt gehen: „Wenn es klappt, wollen wir dann einen richtigen Christopher-Street-Day mit Parade veranstalten“, sagt Vetter. Die ersten positiven Rückmeldungen aus der Umgebung gebe es bereits. Finanziert wird das Fest zum Teil aus dem Topf des Bundesprogrammes Demokratie leben! und Spenden. Zudem wird die Aidshilfe Hamm die Mittwochseinnahmen der vergangenen Wochen ihres Second-Hand-Modemarktes „KlamottenSchleuse“ für den Bunten Hammer verwenden.

Die KlamottenSchleuse befindet sich in der Lippestraße 52 und ist Mittwochs 10 bis 12 Uhr, Donnerstags 16 bis 18 Uhr und Samstags 10 bis 12 Uhr geöffnet. Für nur 10 Euro können vier beliebige Teile mitgenommen werden.

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