CDU straft Maike Gahr ab: Fraktionschefin muss Mandat niederlegen

CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Gahr hat ihr Mandat niedergelegt.
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CDU-Fraktionsvorsitzende Maike Gahr hat ihr Mandat niedergelegt.

Hamm - Maike Gahr, CDU-Fraktionsvorsitzende und designierte Nachfolgerin von Bezirksvorsteher Hermann Aßhoff im Stadtbezirk Rhynern, hat ihr Mandat niedergelegt.

Sie zog damit die Konsequenzen aus unterschiedlichen Meinungen zum Thema Gas-Probebohren in Berge/Lohauserholz. Während sich die CDU im Rat für eine Probebohrung ausgesprochen hatte und an diesem Kurs festhalten möchte, vertritt Gahr einen gegensätzlichen Standpunkt: „Ich bin der Meinung, dass bereits eine Probebohrung nicht stattfinden darf.“

Dafür will die 35-Jährige kämpfen und dabei durchaus eine aktive Rolle einnehmen. Genau das warf die Parteispitze der Rhyneraner CDU-Zukunftshoffnung vor. „Das verträgt sich nicht mit ihrer Rolle in der Fraktion“, meint der Kreisgeschäftsführer Arnd Hilwig. Auslöser war eine E-Mail, in der Gahr selbst zu einem Treffen von Gasbohrgegnern einlädt. Ein Treffen, „bei dem wir besprechen möchten (...), wie man das ganze Dilemma vielleicht noch verhindern kann“, schreibt Gahr in der E-Mail, die der Redaktion vorliegt.

Am vergangenen Donnerstag landete dieses Schreiben über Umwege bei der Partei-Spitze. Es folgte ein gesprächsreiches Wochenende, bei dem beide Seiten aber auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. „Das Thema ist mir zu wichtig, als das ich es einem Kompromiss unterordnen könnte“, erklärte Gahr, die anschließend die Konsequenzen zog. Dabei habe Hilwig versucht, Brücken zu bauen. Eine Einigung sei aber nicht möglich gewesen, so Hilwig, der betonte, dass er die Entwicklung „zutiefst bedauert."

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